Band 
Zweiter Band.
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aber ohne Erfolg, denn der letztere scheint des Ger»bestoffes (rannin) oder jedes Stoffes beraubt zuseyn, den man durch thierische Gallerte trennen oderniederschlagen kann.

Was die Anwendung des Zinns oder vielmehr derAuflösungen von diesem Metall, als Basis zumKrapp » Roth auf Schaafwolle betrifft, so halte ichmich durch zahlreiche Versuche für hinlänglich befugt,sie da zu empfehlen, wo man Farben, die sich demScharlach aus Cochenille nähern, erhalten will; ob ichdieß gleich gegen das gewichtvolle Ansehen der HerrenBerthollet (Vater und Sohn) thue, welche ver,sichern, daß ihre vielfachen Versuche mit dieser Beitzekeine vvrtheilhafte bemerkenswerthe Wirkung in Betreffder Krappfarbe hervorgebracht haben. (s. Elements u.f. w. ll. Bd. S. '22, , 25 .). Ich kann mir diese De»hauptung, die so sehr von meiner eigenen vielfachenErfahrung abweicht, nur durch die Voraussetzung er,klären, daß jene Herren bei allen ihren Versuchen mitKrapp das salpeter - salzsaure Zinn ausschließlich (wiees bei den Färbern geschehen ist) zur Zubereitungdes Tuches verwendet, dasselbe aber bet der zweitenoder Färbe,Operation mit Krapp gänzlich wegge«lassen haben. Gewiß, bei einem solchen Verfahrenwird die Farbe nur wenig glänzend ausfallen und nichtverbessert sevn. Wenn jedoch ein Theil des salpeter»salzsauren Zinns zurückbehalten und mit dem Wasservermischt wird, ehe der Krapp hinein kommt, so daßseine Säuerlichkeit das Ausziehen des gelblich»braunenTheils der Krappfarbe verhindern kann, so wird sichbald zeigen, daß die Farbe merklich lebhafter wird.Ist aber schon die ganze Zinnaufiösung zur Zuberei»tun g des Tuches angewendet worden, so kann man