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Nach diesen Bemerkungen über das örtliche oderthcilweise Färben auf Kattun mit Krapp komme ich
schein kommen, wie wir dieses bei unsern vielfachen Ar-beiten im Großen immer erfahren haben.
Anders verhält sich die Färbuna mit dem KreidezusatzLei den mit Mordants vorgedruckten Zeugen. Die Kreidewirkt bekanntlich wie Kali; sie geht mit den Säuren Ver-bindungen ein, und schlägt Erden und Mctallcryde ausihren Auflösungen nieder. Wird daher die Färbung mitKreide veranstaltet, so wirkt die Kreide auf das Überfluß!»ge Beitzmittel, und macht es unwirksam gegen das sichnach und nach entwickelnde Pigment. Das auf dem Zeugebefindliche Beitzmittel ist immer noch an etwas Saure ge-bunden , wie uns dieses die inferessantcn Versuche derHerren Thenard und Rvard beweisen, und zersetzetsich nicht vollkommen auf der Faser oder dem Gewebe,wie man dieses ganz irrig sehr lange glaubte. Das Pig-ment verbindet sich der Verwandtschaft wegen lieber mitder saurehaltigen Basis auf dem Zeuge, als mit der inder Farbflotte herumschwimmenden, der Säure beraubten,Thonerde oder dem Eisenoryde. Diese Anziehung wirdum so mehr begünstigt, wenn noch ein Ueberschuß vonKreide vorhanden ist, wie es sich bei dem vorgeschlagenenVersuch voraussetzen laßt. Hier schlagt die Kreide dasPigment des Krapps, dessen Entwicklung sie befördert,Lurch Tauschvermandtschaft, auf die Zeuge nieder, unddie Farbe erhält, wie Herr Haußmann sagt, durch dasKochen mehr Festigkeit. Auch selbst dann, wenn der Fallsich nicht so verhielte, wie wir ihn hier auf Crfahrungs-grundsatzen aufstellen, und die geschiedene oder ihres Auf-lvsuugsmittcls beraubte Thonerde dennoch ein Strebe«hätte, ebenfalls Pigment anzuziehen, (was aber nach un-serer Erfahrung nur erst dann statt hat, wenn kein Kör-per vorhanden ist, der mehr Affinität hätte als sie), somüssen die Farben aus der Ursache lebhafter zum Vor-