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ten Färben , worauf das gewöhnliche Auswaschen undTrocknen folgen muß, hält man gewöhnlich für dien,ltch, das Leinen oder die Baumwolle in eine lauwarmeSeifen« Auflösung (ungefähr zwei Unzen von derLetzteren auf jedes Pfund der Ersteren) einzuweichen,um der rochen Farbe mehr Lebhaftigkeit zu gebe», undjeden anklebenden aber nicht vereinigten Farbestoff weg,zuschaffen; dann wäscht und trocknet man sie wie ge,wöhnlich.
Einige haben gerathen, der Baumwolle, nachdemsie, wie erwähnt, alaunt worden, eine schwache Leim,auflösung beizubringen, in der Meinung, dasi diese znrinnigeren Vereinigung der Alaunerde mit der Baum,wolle, und dem Gerbestoff der Gallapfel vvrcheilhaftwirken und überdieß der Baumwolle thierische Eigen»schaften geben solle. 91 ) Die Wirkung dieser Anwen,
9i) Die so lang gehegte, und hin und wieder bei einigenKünstlern noch statt findende irrige Vorstellung einer Am,malisation der vegetabilischen Fasern, wenn solwe mirthierischen Substanzen behandelt werden, wird sich nichtlänger mehr behaupten können. Die Wirkung solcher Zu»sähe beruht auf andern Ursachen, welche in der Natur deranzuwendenden Pigmenten zu suchen find- Die thierischeGallerte (der animalische Gluten) besitzt nehmlich ein star,kcs Streben, sich mit dem Gerbestoff (Tanin) verschiede-ner Pigmente, welche denselben enthalten, zu verbinden,welches eine wirkungslose Substanz abgiebt, woraus derFärbestoff unumhüllt sehr rein zurückbleibt. Wir besitzensehr viele vegetabilische Färbestvffe, namentlich Hölzer,Rinden, Wurzeln, Gewächse rc., welche den Gerbestoffmehr oder minder reichlich enthalten, worauf immer zuwenig Rücksicht genommen wurde. Bei Anwendung solcherPigmente ist ein Zusatz von thierischer Gallerte erfordrr»