„Es ist bekannt," sagt Herr Chaptal, „daß dieBaumwolle das Krapproth nicht dauerhaft annimmt,wenn sie nicht hinlänglich mit Oel getränkt worden ist.Diese vorläufige Zubereitung wird der Baumwolle mit,telst einer kalten setfenartigen Flüßigkeit gegeben, wcl,che eine Verbindung von Oel mit einer schwachen So,dalauge ist. Alle Arten von Soda und von Oel sindjedoch zu diesem Zwecke nicht gleich tauglich. Damitdie Soda die gehörige Wirkung mache, muß sie kau,stisch (atzend) seyn, und nur wenig salzsaure Verbi»,düngen enthalten; kaustisch muß sie durchs Ausglühenund nicht durch Beimischung von Kalk, der dem Notheinen bräunlichen Schein giebt, gemacht wordenseyn. )
„ Kohlensaure Soda und Soda, die im beträchtlk,chen Grade salzsauer ist, wird sich nur unvollkommenmit dem Oel verbinden, und aus diesem Grunde istSoda, die schon seit langem zubereitet oder unrein ist,zu diesem Zwecke nicht mehr tauglich.
„Die Auswahl des Oeles ist von eben solcherWichtigkeit wie die der Soda. Um gut zu seyn, mußdas Oel sich vollkommen mit der Sodalauge verbinden.
roy) Da eine mittelst Kalk ätzend gemachte (kohlengesäuerte)Lauge keinen Kalk gelöst enthält, es müßte denn derselbein zn großem Uebermaaße angewendet werden, oder durchNachlässigkeit eine Verunreinigung damit start finden, sofällt hier der Grund einer Bräunung des Rothes der ge-färbten Baumwolle weg. Es laßt sich aber aus demGrunde keine mit Kalk ätzend gemachte Svdalauge anwen-den , weil die ätzende Flüßigkeit den Arbeitern das Fleischvon den Handen ausiösen, und solche zu Krüppeln machenwürde.