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Zweiter Band.
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unterbrochen, als zu lange fortgesetzt werden. Wird siezu lange fortgesetzt, so geht das Ganze in Fänlniß über,das Zeug wird mürbe und verliert seine Dauer. Wirddie Gährung zu bald unterbrochen, so findet keine hinrei»chende Vereinigung und Durchdringung der Substanzen indem Zeuge statt.

„Nachdem die Zeuge ein solches fünftägiges Schwi-tzen ausgehalten haben, wird der ganze Haufen anscinan-der genommen, und die Zeuge, die nun ganz gleichförmigdurchgezogen sind, werden aufgeschlagen und ohne weitereManipulation zum Trockne» auf dem Lrvckenplaue aufge-hangen. *)

*) Die von den Bucharen und Persern bei dieser Vorberci-tungS - Operation in Anwendung gebrachte Gährung ,oder Las Schwitzen der mit der öligten Flüßigkcit ge-tränkten Zeuge, ist bei uns nicht bekannt, und wird da-her auch nicht in Anwendung gebracht. Indessen ist derErfolg als VorbercitungSmittcl zur innigsten Vereinigungder Beitzen, wie hier der Hctr Verfasser bemerkt, vonsehr großer Wichtigkeit und Zuvccläßigkeit. Oinglerhat im Jahr 1314 in der bedeutenden Nothfärbecei deSHerrn Thomas Stadlcr in AugShurg zwei ParthicnGarne dieser GöhrungSoperation unterwerfen lassen. DieGarne wurden auf einen Tisch aufgeschichtet und mitMatten bedeckt. Erst den andern Tag sicngcn sie an, sichzu erhitzen, und gaben einen der Wcingährung ähnlichensehr gewürzhaften Geruch von sich. Den zten Tag wur-den sie auseinander genonuncn und zum Trocknen aufge-hängt. Die Garne hatten bcini Anfühlen etwas Sammet-artigeS, und die Veitze schien wirklich in dqö Innersteeingedrungen zu seyn, auch daS Del eine wirkliche undwesentliche Veränderung durch den GährungSprozeß erlit-ten zu haben, wie es sich auch durch die Gasentwicklungbewährte. Da die Garne nicht in einem Kasten, wie beiden Bucharcn eine eigene Anstalt hiezu errichtet ist, ein-