„ Die Substanz der Baumwolle wird durch die erste»acht Operationen so verändert, daß sie nun Lurch dieneunte Operation eine Art von Gerbung anzunehmen ver^mag. Diese Gerbung wird bei der neunten Operationnicht nur durch die Gallussäure der Gallapfel und desSchmaks, sondern auch Zum Theil durch den Alaun be-wirkt- Ueberdieß wird aus dem Schmak und den Gall-apfeln noch das bräunlicht-gelbe Pigment durch die Thon- verde des Alauns auf dem baumwollenen Zeuge befestigt.Es findet daher bei der neunten eben beschriebenen Opera-tion zugleich Gerbung und Färbung statt.
„ Die aus der neunten Operation kommenden getrock-neten Zeuge haben eine helle» bräunlicht - gelbe Farbe undeinen eigenthümlichen Geruch; die Festigkeit des Zeugeshat» im Vergleich mit dem vom Webcrstuhl kommendenbaumwollenen Zeuge, außerordentlich zugenommen, undstellt in diesem Zustande eine Art Nanking dar.
„Ir) Die zehnte Operation besteht in dem ei-genthümlichen Färben , in der Befestigung des Krapp -Pigments auf der durch die neun vorhergehenden Opera-tionen veränderten Baumwolle.
art nicht in Schutz nehmen, denn, wenn die Operationnicht sehr warm ausgeführt wird, so zersetzt sich dieseVerbindung, und cä muß ein ungleicher Erfolg sich dar-bieten. Wer sich davon überzeugen will, darf nur zu ei-ner Gallus - und Schmakabkochung etwas Alaunauflüsunggießen, wo sich in der Kälte ein bedeutender Niederschlagbilden wird. Um sich des Erfolges genau zu versichern,ließ Oingler auf die obige Art einige Pfund Garn miteinem Male behandeln, die dann wieder zur Ausarbei-tung mit der Pacthie, welche besonders gegallt undalaunt war, kamen. Am Ende zeigte sich, daß sie diesenweit nachstanden. ES ist daher auf alle Fälle besser, dieGarne und Zeuge besonders zu galliren, sie sogleich abzu-trocknen und dann erst zu alaunen.