Band 
Zweiter Band.
Seite
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Hülfe von kurzen Windestöcken über dem Gefäß auswin-den, so daß die ablaufende Flüßigkcit wieder in die Aus-weichbütte lauft. Die Arbeiter fahren se fort, bis sämt-liche Garne in der Ausweichslüßigkeit herumgezogen undgut ausgewunden sind.

Ein paar andre Arbeiter fangen in dem Augenblick«n, als ei» paar Haspen aus der Ausweichbürre ausgc- \

wunden sind, solche am Flusse zu waschen. Diese Arbeit i

muß rasch von Statten gehen, und so geregelt in einander i

greifen, daß sich kein Verrath von dem ausgeweichten s

und ausgewundenen Garn aufhäuft, sondern sogleich von Ä

Hand zu Hand zum Auswaschcn kommt. Jeder der Ar- ■]

beider, welcher das Garn waschet, nimmt eine Haspe in J

die Hand, und kehrt (wendet) es 4 bis ümal während i

dem Waschen im Wasser, wobei das Garn gleichsam im •

Wasser geschlagen werden muß, wodurch die noch anhan- |

gende Lösbare Theile der seifigen Oelbeitzc weggeschaft §

werden. Man schweift mit abwechselndem Kehren in der j

Hand das Garn so lange im Wasser, bis das Wasser klar )

und nicht fiichr weislicht davon läuft. Co wie die Arbei- jj

ter die Haspen vom Waschen zur Seite legen , nimmt siesogleich eiU Anderer und windet sie am Ringpfahl kräftig \

aus. Auch hier muß sorgfältig darauf gesehen werden, Z

daß das Auswinden schnell auf das Ausiraschen folgt, und j

die Parne durchaus nicht lange unausgcwundcn liegen 3

bleiben. Sie werden nun auf Stangen ausgebreitet ge- j

Hangen und an der Luft» und hernach im erhitzte» Trocken- •;

zimmer sehr gut abgetrocknet. l

Gewobene Stücke werden am beste» von der überflüßi- «gen mit der Baumwollfafcr in keine Verbindung getrete-nen, bligt - seifigen Beitze befreit, wenn man, wie beidem Garne, drei Theil warmes Wasser und zwei Theilzweigradige Lauge zusammenmengt, jedesmal 8 biö 10 iStücke Tücher zusammenknüpft und sie drei bis viermalüber einen Haspel oder eine Winde mit den Händen aus- igebreitet hin - und herwindet, sie alsdann auf die Winde !