Band 
Zweiter Band.
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Stücke noch eine halbe Stunde, ohne sie über den Haspellaufen zu lassen, lochen.

Im Ganzen verweilt man 4 Stunden im Kessel.Die Stücke werden nach dieser Zeit auf den Haspel ge-wunden, und dann von dcmselhen auf eine Bahre herun-tergeschlageu» an den Fluß gebracht, herum gewaschen,hierauf gewalkt oder gepantscht und nach dem Auswaschenaufgezogen.

Die nothwendige Menge guter Krappsorte« ist aufjedes Pfund gewebter Zeuge Ein und ein halb-Pfund,theils Holländer- theils Clsasser-.Krapp. Bei Mitanwcn-dung des Avignoner Krapp oder der Mizariwurzeln mußman von tieidcn letztem in demselben Verhältnisse mehrnehmen, als sie an Pigment armer sind als die ersteren.

Ueber die Wahl der Krappe hat man in den Rothfa'r-bereien sehr verschiedene Ansichten, eben so über die er-forderliche Menge. Das angegebene Verhältniß von an-derthalb Pfund guten Krapp aus ein Pfund z» färbendesBaumwollengarn oder Gewebe, ist nach Dingiers Er-fahrungen ganz zureichend; die Baumwolle muß aberdurch die Vorarbeiten einen Grad von Vollkommenheit er-halten haben, die wir bereits mehreremal erwähnten undvon allen überflüßigen Beitzmitteln, die mit der Baumwoll-faser keine innige Vereinigung eingegangen sind, sowohlnach den rlrgt - seifigen Behandlungen, als auch nach demAlaunen gut gereinigt worden seyn, worauf wir bei denOperationen gehörig aufmerksam gemacht haben.

Bei diesem Färbeprvzesse kann sich das Pigment mitder Basis, die mit der Baumwollfaser aufs Innigstevereinigt ist, so verbinden, daß alles Pigment das In-nere der Baumwollfaser durchdringt, was bei denjenigenBaumwollfabrikatcn, denen noch freies Lei anklebt,schlechterdings nicht der Fall seyn kann; eben so wenig beidenen, welche von überflüßigem Alaun nicht ganz befreitsind.