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Zweiter Band.
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dem vorgesetzten Gefäß unter beträchtlicher Wärmeentwick-lung mit dem Kalkmehl verbindet.

Ist das Kalkgefäß groß genug, so läßt man, um einegute Quantität möglichst gut gesättigten orydirt - salzsau-ren Kalk zu erhalten, noch eine solche Portion in dasselbeentbinden.

Den mit vrydirtcr Salzsäure zu sättigenden Kalk mußman vorher in ein seines Puloer verivandeln. Au diesemBehuf wird ein Haufen frisch gebrannter Kalk mit so vielWasser besprengt, daß er zu einem feuchten Pulver zer-fällt , welches man, wenn es erkaltet ist, durch einDrathsteb laufen läßt, um es allenfalls von den noch nichtzerfallenen Stücken zu trennen. Das Gefäß, in dem dieVerbindung des orydirt - salzsauren Gases mit dem zer-fallenen Kalk geschieht, kann entweder ein große« irdenerTopf oder ein vcrhältnißmässig großes hölzernes Gefäßseyn. In die Mitte desselben stellt man auf den Bodenden wettern Theil eines gläsernen Retvrtenhalses, derlange genug ist, daß sein engerer Theil «och etwas ausdem Gefäße Herausrage, und umschüttet diesen Retorten-hals mit so viel zerfallenen Kalk, bis das Gefäß voll ist.Man drückt das Kalkmehl mäßig stark mit den Händennieder, damit es sich besser setzt, und füllt den leerenRaum wieder mit feuchtem Kalkmehl voll. Dieses drücktman wieder nieder, so daß zuletzt eine gleichförmige Ober-fläche gebildet wird. Nun rühret man gebrannten GypSmit etwas Wasser zu einer breiartigen Masse an, bedecktdamit die Oberfläche des Kalks ungefähr! einen ViertelZoll dick, wobei man darauf zu sehen hat, daß diese De-ckung möglichst gleichförmig geschieht. Diese Gypsdeckeverhindert das Ausströmen des orydirt - salzsauren Gases,welches leicht durchgehen würde, weil das Kalkmehl durchdie starke Wärme, die beim Zusammentritt des Halogensmit dem Kalk frei wird, Risse bekommt, durch welchedas orydirt - salzsaure Gas ungestört ausströmen konnte.

In Ermanglung des Gypses kann auch eine Decke von,mit Wasser angerührtem, dicken Kalkbrei die Stelle per-