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Zweiter Band.
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Setzte man salzsaures, falpetersakzsaures oderschwefelsaizsaures Zinn an die Stelle des Alauns, soerbiet: man glänzendere Farben, welche der Wirkungder Seife und starken französischen Eßigs widerstanden,und durch ein mehrwöchentliches Aussetzen an Sonneund Luft nicht sehr litten. Phoßphvrsaures Zinn, aufdieselbe Art angewendet, erzeugte eine glänzende rorheFarbe. I5t >

Salpeter»

151) Die schönsten und dauerhaftesten prosubstantive» Violcte-und Purpurfarben auf Baumwollen - und Leinen - Ge-spiniiste werden erhalten, entweder: wenn man eine Mi-schung von zwei Theilen frisch bereitetem salzsaurcm Zinn,einem Theil krystallisirtcm salpctersaurem Wismut!) undeinem Theil krystallisirtcr Wcinsteinsäure bereitet, unddie mit einem Verdickuugsnüttel in druckförmigen Zustandversetzte Camxeschehvlzsarbe damit verbindet; oder durchdas halvgenirte salzsaure Zinn.' Zu letzter»» eignet sichdas sehr empfchlungswürdige Produkt „Tafeldruck-salz" aus der chemischen Fabrik unsers Dinglers,Drei bis vier Loth dieses Salzes auf zwei Pfund mitStärke (Amlung) verdicktes Blauholzdekokt genommen,giebt ein tiefes Violet. Ein schwächeres Dekott mit et-was Rothholzdekvkt versetzt, giebt ein schönes Lila. Ineinem gehörigen Verhältniß diese Farben zusammengesetzt,wetteifern sie hinsichtlich ihrer Dauerhaftigkeit mit dem ge-wöhnlichen Krapprvth. Es lassen sich mit dem Tafeldrnck-salz alle Schattiruugen von Hcllviolct und Hcllpurpur bisins Dunkelviolet und Dunkelpurpur darstellen, je nachdemman die Campeschehvlzbrühe schwacher oder starker in An-wendung bringt, und je nachdem man zu den besondernNüanven der Farbe mehr oder weniger salpctersaures Ku-pfer zusetzt. Setzt ma» den so zusammengesetzten Farbennoch etwas salpetersaures Eisen zu, so erhält man, nach

Schauen»