168
gleich die Feldspaththeile in parallele Streifen vertheilt, und durchmannigfaltige g ebogene Quarztheile unterbrochen, so heißt erSchri ft-granit; ist der Feldspath krystalisirt, — porphyrartiger Granit.Die Größe der Gemengtheile des Granits ist sehr verschieden; esgiebt groß-, grob- und feinkörnigen Granit.
Je nachdem der Granit den einen oder den andern Gemcng-theil in überwiegender Menge enthält, ist er anders gefärbt, sodaß er von der Ferne betrachtet oft röthlich,'vft aber auch grün-lich, grau, schwarz, oder weiß erscheint. Diejenigen Granite, wel-che ein feines Korn haben, und welche keine fremde Einmengungcn,namentlich keinen Talk- und Speckstein enthalten, widerstehen derVerwitterung im hohen Grade. Dagegen verwittern diejenigen leich-ter, welche sehr grobkörnig sind; am schnellsten aber immer derje-nige Granit, welcher viel Talk- und Speckstein als BeimengungsühLt.
Der Granit hat auf dem Bruche (frisch nemlich) ein mattesAnsehen und die Feldspathparthien sind weicher.
Bei gänzlicher Verwitterung des Granits findet man in sei-ner Nähe nicht selten Lehm- und Thonablagerungen, welche durchWasser zusammengeschwemmt worden sind, und von verwittertemFeldspath herrühren.
Der Boden, welcher bei der Verwitterung des Granits ent-steht, ist mäßig feucht. Je mehr er aber Feldspath enthält, destothoniger ist der Boden, welcher bei der Verwitterung entsteht.
Der Granit ist die häufigste Gebirgsart unserer Erde. Erwird sowohl auf den höchsten, als in den tiefsten Punkten gefun-den. Er macht die höchsten Gebirge aus, welche sich durch ihreschroffe, matte Felsen auszeichnen, und deren Gipfel oft, selbst mit-ten unter der Linie, mit ewigem Schnee bedeckt sind. Als Ge-schiebe, Blöcke und Gerölle findet er sich überall im aufgeschwemm-ten Lande Nordteutschlands.
Von diesem hier in unendlich vielen Abänderungen vorkommen-den Granite haben die Geologen nachgewiesen, daß er aus Skan-dinavien stammt.
N n tz u n g.
Die gröbern Abänderungen des Granits werden als gewöhn-liche Quader zu Mauern, Brücken, Gewölben und andern Werken,welche einer großen Last und einem beträchtlichen Druck ausgeseutsind, sowohl im Trocknen als im Wasser, zum Bauen der Wege