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leicht löslich im Wasser, von bitterlich scharfem Geruch, besteht(die katalonischc) aus 18 Prozent Bittcrerdc, 33 Schwefelsauere und18 Wasser. Mit Soda vermischt und auf der Kohle vor demLöthrohr im Reduktionsfcucr behandelt bildet sich etwas Schwe-fclnatrum, und in Folge dessen schwärzt die geschmolzene Massereines Silber, wenn man sie befeuchtet oder einen Tropfe»Wasser daraufsetzt. Das Bittersalz findet sich vorzüglich als Aus-"blähnng auf bittcrerdhaltigen Gesteinen und Böden, zuweilen i»außerordentlicher Menge, und auch große Strecken, wie ein Schnee-fall Landstriche bedeckend, wie z. B. die Steppen Sibiriens, die Ge-genden in Andalusien und Katalonien. Häufig wird es in kleinerMenge auf Gesteinen als haarförmige, wellige, stockige Auswitte-rung angetroffen, so auf dem Gesteine der Via maln in Grau-bündten, auf den Schiefern bei Clausthal und Goßlar am Harz,auf dem schwarzen Schiefer zu Jdria in Kraiu (Haarsalz vo»den dortigen Bergleuten genannt), auf dem Gyps des Montmartrebei Paris, auf dem Gneis der freybergcr Gegend, in alten Gru-bengebäuden. Ueberdieß findet es sich in vielen Mineralwässer»aufgelöst, welche unter dem Namen Bitterwasser bekannt sind,z. B. bei Bilin, Seidschütz und Seidlitz in Böhmen, zu Epso>» ^in England, die älteste bekannte, in welcher 1695 das Bittersalz >entdeckt wurde, und bei Gran in Ungarn, ferner theils im Meer!und Soolenwasser. In 1 Pfund Saidschützer Wasser fand ma»gegen 79 Gran Bittersalz, im Pnlnaer 68.
Das Bittersalz wird a) aus Bitterwasser gewonnen. Ma»dampft das Bitterwasser in großen Pfannen ab und läßt die co>neontrlrto Salzlauge in hölzernen Gcräthen krystallisiren. Das sogewonnene Salz schießt gewöhnlich in kleinen nadelförmigen Sä>»len an, ist unrein, und enthält Chlormagncsium, wodurch es i»»mer feucht bleibt.
b) Ferner gewinnt man Bittersalz aus dem Meerwasser, indc>» ^man die Mutterlauge bei der Gewinnung des Seesalzes während dttWinters abdampft. Man rechnet zu Lymington auf 100 Zent. Koch^salz 4 — 5 Zentner rohes Bittersalz, welches durch Auflösen u»^Umkrystallisiren gereinigt wird.
e) Aus der Mutterlauge der Salinen. Durch Destillation dckBrtterlauge mit Schwefelsauere vermischt erhält man rm R»^stand Glaubersalz, Bittersalz rc.