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Landwirthschaftliche und technische Naturgeschichte oder die Naturgeschichte in Anwendung auf Gewerbe, Land- und Forstwirthschaft : ein Handbuch für Landwirthschafts- und Gewerbeschulen, sowie für Forstwirthe, Fabrikanten und Kaufleute ec / von S. Bauer
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! Jahr v. Chr. waren hier Schwerdter, Messer, Acrtc von Eisenallgemein im Gebrauch.

Ueber das Schmelzverfahren der Alten ist wenig bekannt, voretwa 10 »v Jahren erst verbreitete sich dieser Zweig des Bergbaues§ "ach Böhmen, dem Harz rc. und etwa 100 Jahre früher wirdseiner in Stcyermark gedacht; man kannte nur die Bearbeitungder Erze im Ncnnfeucr. Im Jahre 1547 wurden in England eiserneKanonen gegossen.

^ Im Jahre 1370 hatte Nürnberg schon zünftige Nadelmacher,

Augsburg einige Jahre nachher ebenfalls, England, Frankreich undandere Länder lernten die Nadelmacherei, auch die Verfertigung derStecknadeln von den Teutschen, und man kann wohl die Nürnbergerals die Erfinder annehmen.

Seit dem Anfange des achtzehnten Jahrhunderts brachten esdie Engländer am weitesten in der Nähnadelfabrikation.

Drahtzieher gab es schon in der Mitte des 14. Jahrhundertsin Nürnberg. Der Nürnberger Rudolph wird gewöhnlich fürden Erfinder des Drahtzichens gehalten; früher wurden die Drähtegeschmiedet Die Kunst, den Draht so fein aus Gold und Silberauszuziehen, daß man damit Seide überspinnen konnte, brachtebin Franzose Fournier im Jahre 1570 zuerst nach Nürnberg;Schulz hatte schon vorher dieselbe Kunst aus Italien nach Augs-burg hingepflanzt.

Schon die Alten kannten den Stahl. Er soll von denChaly-^ i>en, einem Volke in Kappadocien, welches ansehnliches Eisen- undStahlwerke hatte, erfunden worden seyn. Die Athenienser waren vor-^ Anglich berühmt durch die Verfertigung stählerner DegenklingenUnd anderer stählerner Waffen. Schon damals wurden manche! schneidende Werkzeuge auch blos von verstahltcm Eisen gemacht,i Aristoteles beschrieb unter andern das Verfahren, wie die Al-ibn anS Roheisen den Rohstahl fabricirten, und Homer sprichtschon von der Härtung des Stahles durch Ausglühen und plötzli-

Eintauchen in kaltes Wasser. Man verstand es sogar schon,sbinere Stahlwaaren in Oel abzulöschen. Plinius und Justinus^ ^zählen, daß es damals schon große Stahlhütten gegeben habe. Das^ vorfahren, Stabeisen dadurch in Stahl zu verwandeln, daß man^ in anderes geschmolzenes Eisen eintaucht, erzählt schon Agrikola;sust zweihundert Jahre später ist diese Kunst unrichtig eine Erfin-dung des Franzosen Reaumur genannt worden. Die Cemcntstahl-