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Inseln sind ihrer Lage nach etwas näher bekannt; es sinddieselben, welche Bernardo de Torr es im J. 1543 entdeckteund „ los Volcanos” nannte. Auch Capt. King (s. Coolc’s dritteReise, T. II. S. 478) hat sie gesehen und beschrieben. Dasmittlere Eiland nannte er „die Schwefelinsel”. Man bemerkteauf ihr einen Pic mit deutlichem Krater und fand das dieInsel umgebende Meer bis auf eine ansehnliche Weite mitBimsstein bedeckt. Im Norden der Insel schien ein hoherBerg emporzuragen. Krusenstern bestimmte die Lage derSchwefelinsel in 24° 48' n. Br. und 138° 53' östl. L. unddie der südlichen der Volcanos in 24° 14' n. Br. und 139°0' w. L. Der auf dieser letztem befindliche Pic besitzt nachHorner eine Höhe von 520 Toisen.
Die Bonin-Sima-Inselgruppe liegt bekanntlich in der nörd-lichen Verlängerung der Marianen, unter 27 0 5' n. Br. und139° 56' östl. L. Die Insel Peel gehört zu denselben; siesoll die deutlichsten Kennzeichen vulcanischer Ausbrüche ansich tragen. Posteis fand auf ihr Lava, Obsidian, Pech- undBimsstein. Die Insel wird auch häufig von Erdbeben heim-gesucht, die besonders im Winter aufzutreten scheinen.
Die Carolinen.
§• 34. _
Gleich der vorigen ist auch diese Inselreihe bis jetzt nursehr ungenügend in geologischer Beziehung bekannt; mansagt, dass die am östlichen Ende dieser Gruppe gelegene InselEap oder Yap einen Vulcan enthalte. Nach Chamisso (a. a. O.III, 123) hat dies Eiland eine hoho Gestalt, jedoch ohne be-sonders hervorragende Berggipfel. Erdbeben kommen daselbstsehr häufig vor und besitzen eine solche Stärke, dass sogardie aus Bambusrohr und Schilf gebauten Häuser der Insula-ner davon umgestürzt werden.
Die japanischen Inseln.
§. 35. _
Die auf den Inseln des japanischen Reichs sich finden-den Vulcane sind im Vergleich mit andern ebenfalls nur höchstunvollständig erforscht, was theils in ihrer weiten Entfernungvon Europa, theils in der so sehr erschwerten Zugänglichkeit