418
Die erste derselben bildet denFnss des Berges, sie scheintaus denselben Gebirgsmassen wie die angrenzende Andeskettezu bestehen.
Aus der zweiten besteht der untere oder grosse Kegel,welcher auf der Basis ruhet, 15 — 20 Kilometer an seinemFusse im Umfang hat und unter 15 — 20° gegen den Horizontgeneigt ist.
Die dritte wird von dem obern oder kleinen Kegel gebil-det. Bei dieser beträgt der Umfang des Fusses etwa nur2 Kilometer, während die Seiten 30 — 35° Neigung besitzen.
Die Axe des oberen Kegels scheint mit der des unterennicht zusammenzufallen, sondern etwas mehr nach Westen hingerichtet zu seyn. Beide Kegel bilden übrigens nur ein ein-ziges, stetes Gehänge, welches nahe am Kraterrande beginnt,bis zum Fusse des unteren Kegels herabreicht, sodann etwasweniger Fall hat und sich bis in’s Laja-Thal hinabzieht. Durcheine strebepfeilerähnliche Hervorragung wurde ein ungeheu-rer Lavastrom in zwei Hälften getrennt, wovon eine bis zudem Wasserfalle lierabreieht, welchen der Bio de la Laja bil-det, indem er sich in einen, in der Höhe der Basis des unternKegels liegenden See ergiesst, während die andere Hälfte je-nes Stromes in südwestlicher Bichtung bis zum Fusse derCierra Beluda (auch Silla velluda) sich erstreckt hat, um vonda aus sich in’s Laja-Thal hinabzusenken.
Am westlichen Bergabhange erblickt man, zu nicht ge-ringer Zierde der Umgegend, den prachtvollen Antuco-See,an 10 Kilometer lang und 2 — 300 Meter breit, welcher wieein Halbkreis die Basis des unteren Kegels umzieht und ihnvon den nahe gelegenen, fast senkrecht herabfallenden Fels-wänden scheidet. In diesem See entspringt der Bio de la Laja.
Weiter aufwärts, da wo beide Kegel aneinander grenzen,bemerkt man eine ringförmige Ebene, bedeckt mit ewigemSchnee oder mit Gletschern, die, nach einigen vorhandenenSpalten zu urtlieilen, wenigstens 30 Meter Mächtigkeit besitzen.Der horizontale Tlieil dieser Ebene ist etwa nur 150 Meterbreit; sie steigt aber alsdann an, um sich mit dem steilen Ge-hänge des kleinen Kegels zu verbinden, dessen Oberflächenach SO. und NO. nur aus einer von Spalten und Furchendurchzogenen Eismasse zu bestehen scheint. Diese ist von