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Berns Geschichte 1191-1891 : Festschrift zur 700-jährigen Gründungsfeier / Wolfg[ang] Friedrich von Mülinen
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und Freiburgs unter deut Bilde zweier Ochsen, die durch Ein-tracht stark sind; es schließt mit den Worten:

Nu sott ich üch bedüte»,wer die zwen ochsen sind,man mag es hören gerne:es ist Friburg und Berne,als es sich noch befindt.die kann nieman geschehenmit warheit (an Treue) under in beidendas wissent iemerme (ein für alle Mal),als noch ir briefe singent.man sie s'zesamen bringent (vergleichen)noch minder dann ein e (Vertrag).

5. Adel und Gotteshäuser im Lande.

Vielerorts war die alte Eintheilnng des Landes in Graf-schaften bestehen geblieben, nur daß man sie Landgrasschastenhieß. In unserm Gebiete gab es deren zwei: Aarburgund oderBargen, das Land von den Juraseen bis zum Stockhorn,unter den Grafen von Lausten, dann unter den Grafen vonNeucnburg, und Kleinburgund, auf dem rechten Ufer derAare von Murgeten bis zum Jnstisthal unter den Grafenvon Buchegg.

In diesen Landgrasschasten gab es noch viele freie Adels-geschlechter, die nach dem Abgang der Zähringer reichsunmittel-bar wurden, d. h., nur den Kaiser über sich als Herrn hatten.

In Kleinburgund waren die Langenstein im Langetenthal,die Sumiswald und Lützelflüh im Emmcnthal, südlicher dieSignau und bis gegen Thun die Hcimberg. Näher bei Bernherrschten die Freiherren von Gerenstcin auf der gleichnamigenBurg; sie waren ein Zweig des welschen Hauses Montenach,dem auch Belp gehörte; sodann die Bremgarten, Bnchsee, Jegistors.