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Berns Geschichte 1191-1891 : Festschrift zur 700-jährigen Gründungsfeier / Wolfg[ang] Friedrich von Mülinen
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behilflich zu sei«. Es handelte sich hier wie in der Urschweizum die Bildung einer großen antiösterreichischen Partei; imganzen Reiche war die Zahl der Feinde Albrechts so groß, daßdie Kurfürsten ihm einen anderen, den gefügigeren Grafen Adolfvon Nassau, vorzogen.

Bern huldigte dem neuen König, der auch der Stadt Frei-heiten bestätigte. Damit fiel der Schirmvertrag mit Savohenwieder dahin. Wie gnädig Adolf Bern gesinnt war, ist bereitsdurch sein Urtheil gegen die Juden bekannt.

Herzog Albrecht von Oesterreich gab seine Hoffnung aus denThron nicht auf, um so weniger als König Adolf seiner Stellungnicht gewachsen war. Auch im Uechtland brach der Krieg zwischenihren Anhängern aus. Freibnrg wurde zum Sammelpunct derOesterreichischen. Mit ihm war der umliegende Adel verbunden,der unbeständige Ludwig von der Waadt, Bruder des Grafen vonSavohen, die Grafen von Nidan und Greyerz, die Freiherrnvon Montenach, Weißenburg und Thurn, dazu der Bischof vonLausanne. Bern, das sie zu überrumpeln gedachten, konnte keinesolche Schaar von Bundesgenossen ausweisen. Die Grafen vonKhbnrg und Aarberg und die Stadt Solothurn, die Bernstreue Freundin werden sollte, standen ihm bei.

Im Winter 1297 auf 1298 begann der Krieg. Da Belpden Freiburgern offen stand, konnten sie die Aarestadt ausnächster Nähe bedrohen. So waren sie am 2. März 1298 mitvieler Macht bis zum Dornbühl vorgedrungen. Dieser Hügel,später auch Donnerbühl genannt, ist vermuthlich der Galgen-hnbel hinter dem jetzigen Jnselspital. Dießmal stürmten dieBerner nicht regellos dem Feind entgegen. Sie wappneten sichwohl und zogen geordnet aus, wahrscheinlich geführt von Ulrichvon Erlach. Vvm Dornbühl waren die Frcibnrger bald ver-trieben. Sie zogen sich von den Bernern verfolgt über Bümplitznach dem Rehag zurück, wo sie wahrscheinlich einen Hinterhaltgelegt hatten. Im Jammerthal hinter dem Rehag (Wiesenthal