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zu verstärken, die sich an die Schanzen anschlössen; es wurdendaraus das obere oder Murten- und das neue Aarbergerthor.Gegenüber auf dem rechten Aarufer, wurde nur eine kleine Feldbe-festigung, das „Schänzli", angelegt.
Auch die letzten Jahre des Krieges giengen an der Schweiznicht spurlos vorüber. Sie wurde zwar nicht zum Schauplatzdes Krieges, aber doch zogen beständig fremde Truppen durchdas Land, die nicht das beste Andenken hinterließen. Spät nochhieß es von den Schweden:
De Schweb ist cho,hab alles gno,hab d'feister igschlage,s'blei drus gschlage,
Chügeli gösse,u d'bure-n-erschosse!
Auch nahmen die Werbungen immer mehr überhand.Namentlich Frankreich zog daraus Vortheil. Es gewöhnte sich,die Schweiz als einen Clientelstaat zu betrachten, der ihm zuWillen sein mußte und seine Mannschaft gab, sobald es verlangtwurde.
Als endlich der Friede seinem Abschluß nahte, machteFrankreich sich auch anheischig, die Schweiz zu vertreten. Manverspürte aber doch das Nachtheilige und Unwürdige einer solchenLage, und beschloß, einen eigenen Gesandten nach Münster abzu-ordnen. Johann Rudolf Weitstem, Bürgermeister von Basel,der noch ein besonderes Geschäft mit dem Reichskammergerichtzu bereinigen hatte, war der Auserkorene. Wie sehr er das inihn gesetzte Vertrauen rechtfertigte, wie praktisch und tüchtig ersich bewies, ohne den Beistand Frankreichs wäre nicht erreichtWorden, was für die Schweiz das Ergebniß des westphälischenFriedens war, die völlige Freiheit und Unabhängigkeit vomReiche (1648).