Band 
Erster Band.
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28 Einleitung.

Auf dem Reichstag zu Regensburg im Juni 1471 äußerteder Kaiser noch seine feindseligen Gesinnungen gegen die Eid-genossenschaft, indem er ihnen die Bestätigung ihrer Freiheiten ver-sagte. Indessen hatte der Herzog von Burgund schon 1470 undfrüh im Jahr 1471 den Eidgenossen seine Vermittlung zwischenihnen und dem Herzog Siegmund anerboten, und ihnen sogarein Bündniß angetragen. 27 ) Schon gegen Ende des Jahres1-71 und im Laufe des Jahres 1472 wurden in der Schweizmanche Berathungen gehalten über die Friedensvorschläge, dieman an Österreich inachen wolle, und wahrscheinlich zerschlugensich diese Unterhandlltngen auf dem Tag zu Konstanz, welchender Kaiser Friedrich im Mai 1472 ausgeschrieben hatte. îS )

Im August 1472 wurde wieder ein Tag in Konstanz ge-halten, wo auch burgundische Gesandte gegenwärtig waren, welchemit Herzog Sieginund den 10. August die Abrede trafen, daßder Herzog alle seine Städte und Schlösser diesseits des Arlbergsinit Mund- und Kriegsvorrath und Truppen besetze. Es sollenauch alle Vasallen des Herzogs gleichfalls sich bewaffnen undversehen, damit sie dem Herzog Hülfe leisten können, was diegegenwärtigen Ritter dem Boten aus Burgund willig zu thunversprachen.

Im Namen des Herzogs von Burgund solle Peter von Hagen-bach allen seinen Untergebenen gebieten, sich gerüstet zu halten,daß, sobald die Eidgenossen in die Lande des Herzogs Sieg-mund einfallen, sie ihm Hülfe leisten. Ferner solle der Herzogvon Burgund 4000 Pferde und 2000 Fußknechte liefern, sobalddie Schweizer die Länder des Herzogs beschädigen, und die näm-liche Hülfe solle der Herzog Siegmund dem von Burgund geben,wenn sein Land angegriffen würde.

", Von Rodt l. 12«. 127.

») Tschudische Sammlung im Staatsarchiv zu Zürich. Bd. I 147. 118.

Bd. XXVII. 331. 332.