Band 
Erster Band.
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Einleitung.

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und sehr wahrscheinlich war die Rede von diesem Projekt, alsden 21. Jänner der Probst von Münster den Eidgenossen vor-schlug, die Redaktion dieses Friedens dem König von Frankreichzu überlassen; für alle Fälle aber sollen die verpfändeten Ländergelöst werden, ehe die. Richtung (so nannte man den Vertragmit dem Herzog) seine Gültigkeit erhalte. Wir sehen, daß derKöllig dem wankelmüthigen Siegmund nicht traute und dieSchweizer nicht in den Krieg mit Burgund verwickeln wollte,bis der Herzog so weit gegangen sei, daß er nicht mehr zurück könne.

Auf den verschiedenen Tagen der Eidgenossen äußerten sichabweichende Ansichten der verschiedenen Kantone; aber man be-sprach sich nicht über die Hauptsache, sondern überall tratPrivatinteresse bei den einen, Hartnäckigkeit bei den ander»hervor; manche wollten zu nichts stimmen, wenn es nicht auchvon ihren Nachbarn geschehe. Solche elende Gründe machten dieEidgenossen die wichtigen Fragen vergessen, ob sie mit Österreicheinen Frieden schließen sollen, mit Gefahr, in einen Krieg mitBurgund verwickelt zu werden; ob der Verein mit den elsäßischenStädten klar genug sei; wie man sich der Beihülfe Frank-reichs versichern könne. Es wurde mit allem Ernst verboten, Ge-schenke von Österreich anzunehmen, und dieses sollte mit denEiden für die Bünde beschworen werden.

Der König von Frankreich war es eigentlich, der das Bünd-niß gegen Burgund betrieb. Er trug seinem Gesandten, demGrafen Johann von Eberstein, auf, zuerst den Bernern einenBund mit Frankreich anzubieten, auf die Grundlage, daß derKönig sich gerüstet halte, den Mühlhausern gegen den Herzog be-hülflich zu sein, daß er und die Eidgenossen sich gegenseitige Hülfeleisten, daß die Aussöhnung mit dem Herzog Siegmund,welche er dem Probst von Silinen übertragen habe, beschleunigtwerde, und daß man keine Knechte des Feindes des Königs zu-laufen lasse.