Band 
Erster Band.
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Bemerkungen. 89

die Bestätigung der Wachtfreiheit ward nicht mehr wörtlich an-geführt.

Wie wir es schon früher bemerkten, hatte der Zug der Armag-naken nach Basel die Schweizer alifmcrksam gemacht auf dieGefahr, von zwei Seiten zugleich angegriffen zu werden; cölag also in ihrem Interesse und ihrer Politik, sich den Nuckenzu sichern, während sie vorsahen, stets mit dem Hause Österreichin neue Kriege verwickelt zu werden, da dieses noch nie auf seinEigenthum, das die Schweizer erobert hatten, Verzicht geleistethatte. Es genügte ihnen einstweilen die Zusichcrung der französischenKönige, daß sie ihren Feinden keine Hülfe geben werden. FürFrankreich war diese Verbindung wichtiger, denn nicht nursicherte sie dieses Reich vor Einfällen, sondern sie verschaffteihnen die beste Infanterie damaliger Zeit, ohne daß sie ihnenBesorgnisse für ihre innere Ruhe erregte, wenn der Krieg be-endigt war, und gleichzeitig wurde ihr Handel und ihre Bevölkerungdurch die Schweizer vermehrt, was Frankreich wegen Entvölkerungund Verarmung sehr bedurfte. Wenn auch Micth und Gabenfrüher, als die burgundischen Kriege stattfanden, genoinmen wurden,und dieser Mißbrauch so allgemein war, daß auch ein ehrlicherMann sie nicht immer ausschlagen konnte, 71 ) so konnte diesesdoch in keinen Vergleich kommcir mit den Bestechungen, welchein Folge der Bündnisse mit Frankreich eingeführt wurden. Eserhob sich noch in der Schweiz ein Kampf der Tugend gegendas Verderben. In Bern waren es der greise SeckclmeisterFränllin, der Adrian von Bubenberg mit einer kleinen AnzahlGleichgesinnter, die sich gegen das neue System sträubten. Fast

7n ) Chartres, Patentes et Lettres et Déclarations des Dois de France,données en saveur des Suisses étant en France à leurs Serviceset Soldes. Pari 1 ', 1639.

73 J Rcdc des Seckclmeisters Franklin. Helvetische Bibliothek drittes Stück. 12 J.