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Erster Band.
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BuchI. Kapitel I.

in diplomatischen Unterhandlungen und gerne den Rath undBeistand von Männern benutzte, die in solchen Geschäften wohlerfahren waren, wird sich in der Folge zeigen.

Die Sitten des Landvolkes waren noch roh; es war demTrunk und sinnlichen Ausschweifungen, so wie dunkelm Aber-glauben noch sehr ergeben.

L u c e r n,

der größte der katholischen Kantone, hatte eine ganz aristokratischeRegierungsform; aber sein Volk hatte mehr demokratische Nei-gungen, als das von Zürich und Bern, weil es öfter Ver-bindungen hatte mit seinen Nachbaren in den demokratischenKantonen. Dieser Kanton, so wie die übrigen 4 Orte, derenVorort er war, hielten es zu dieser Zeit noch mit Spanien;denn da sie aus Italien Korn, Reis, Wein und das Salz be-ziehen, hingegen dahin ihr Vieh und den Käse absetzten, so wardas Interesse dieser Kantone stets an den Beherrscher vonMailand geknüpft; daher, wenn Frankreich seinen Einfluß nichtverlieren wollte, so mußte es ihn durch große Geldsummenerkaufen. Dieser Kanton genoß eine Pension von 22,132 Livres,welche unter die Mitglieder des großen Rathes vertheilt wurde.Über dieses empfieng der Kanton noch ein Quantum Salz umgeringern Preis, von welchem jedes Mitglied des großen Rathes all-jährlich 1 Faß und die Mitglieder des kleinen Rathes 2 Fässer erhiel-ten; dann aber wurden noch besondere Geschenke ausgetheilt, beson-ders dem Zoh. Rudolf Dürler, seitdem er die Würde einesSchultheißen erhielt. Er war ein sehr geschickter und gewandterMann, dem aber die französischen Gesandten wenig Zutrauenschenkten, weil sie behaupteten, er ergebe sich immer Demjenigen,der ihn am besten bezahle.