172 Buch >. Kapitel I.
Auch bort wurde die Staatspensiou von 13,154 Livres unterdas Volk vertheilt.
In Zug
war seit vielen Jahren die Familie Zurlauben die angesehensteund einflußreichste. Sie war stets mit Vertheilung der Gnaden-Pensionen beauftragt und genoß das Salzregal. Die Staats-pcnsion von 10,563 Livres wurde auch unter das Volk vertheilt.
Alle diese fünf Kantone betrachtete Frankreich als dem In-teresse von Spanien ergeben, und wenn Frankreich auf sie wirkenwolle, so müsse es durch die Häupter der spanischen Partei ge-schehen, die man mit wenig Geld gewinnen könne.
G l a r u s
war getheilt in zwei Konfessionen, wovon die Katholiken demspanischen und die Evangelischen dem holländischen Interessefolgten; aber in gemeineidgenössischen Angelegenheiten stimmtedieser Kanton meistens Zürich bei. Hatte Glarus eine eigeneMeinung, so bestand es hartnäckig darauf. Außer den konfessionellenStreitigkeiten war dieser Kanton sonst ruhig, und zu dieser Zeitgehörte er noch zu denen, welche sehr gute Offiziere lieferten.Die Pension bestand in 15,725 Livres, die auch unter das Volkvertheilt wurde; eine Gewohnheit, die aller Orten, wo sie statt-fand, das Volk zur Bestechlichkeit verführte. In Glarus warsie so groß, daß alle Ämter ohne Unterschied erkauft wurden,daher man endlich das Loos zwischen den Vorgeschlagenene infiihrte.
Basel,
eine beträchtliche evangelische Stadt, an der Grenze von Frank-reich, hielt sich immer an dieses Land, und stimmte in allgemein-eidgenössischen Angelegenheiten meistens mit Zürich. Da Baselunschwer sein Bürgerrecht ertheilte, so setzten sich dort die vonZürich abgewiesenen französischen ausgewanderten Bandfabrikanten