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Buch I. Kapitel II.
Fremde Diplomaten berichten den 28. des nämlichen Mo-nats an ihre Vorgesetzten: Der Herr von Puisieur scheine sehrbetroffen über die von seinem Hofe empfangenen Depeschen undsei von Neuenburg nach Solothurn verreist, ohne von JemandenAbschied zu nehmen. Da Frankreich fürchte, die Alliirten möch-ten Ncuenburg benutzen, um in die Freigrafschaft einzufallen, undBern würde sie begünstigen, so habe der Hof wahrscheinlich diedrohende Denkschrift des Ambassadors mißbilligt und man werdeihm verboten haben, größere Erbitterung in dieses Geschäftzu bringen. Es scheine schwer, einzusehen, mit welcher Stirneder Ambassador länger werde in der Schweiz unterhandeln können,nachdem er durch so viele Drohungen, die wahrscheinlich keinenErfolg haben werden, sich prostituirt habe. Es ist übrigensbemerkenswerth, daß der den 25. von Paris angekommeneEilbote nicht nur dem Ambassador befahl, Neuenburg zu ver-lassen, sondern auch dem Herrn von la Closiere, und daß erauch die französischen Prätendenten, die in Pontarlier waren,zurück berief. 7 )
Nachdem nun Herr von Metternich den I. Wintermonat demStaatsrath und der Stadt eine Erklärung übergeben hatte, daßdieser Staat zu keinen Zeiten von der preußischen Krone ge-trennt noch in Lehen verwandelt werden solle, daß er wedervertheilt noch veräußert werden könne und nie ein BernerGubernator sein solle, ward den 3. der König in Preußen‘ Friedrich I., zum Fürsten von Neuenburg durch das Tribunalernannt. 8 3
Den 4. Wintermonat berichteten die Berner ihrem Gesandten,dem Herrn Steiger, daß sie die Herren Alt - Seckelmeister Frisching,
*) Exc. Bd. V. S. 214.
Osterwald S. 55.
•j A> a. O. S. 57. Wie treu diese Bedingnisse gehalten wurden, oderkounicn gehalten werden, haben wir selbst gesehen.