Band 
Zweiter Band.
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Buch ». Kapitel l.

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er wieder etwas beifügte, das den günstigen Eindruck zernich-tete, was er in seinem Styl ans einem Mund kalt und warntblasen (souffler le chaud et le froid) nannte. Er scheint bei-nahe vor seiner Ankunft in der Schweiz schon den Vorsatz ge-faßt zu haben, den König überhaupt gegen die Schweiz, vor-züglich aber gegen die Protestanten und Bern, zu stimmen.

Unglücklicherweise haben wir im Anfang seiner Gesandtschaftzwei Ereignisse zu erzählen, die ihm Anlaß dazu gaben, die aber,obschon in einander greifend und gleichzeitig, doch jedes besondersmüssen dargestellt werden.

Wir haben früher gemeldet, daß im Jahr 1708 schon aufSeite Österreichs Plane vorlagen, einen Einfall in die Freigraf-schaft Burgund zu machen, und der General von St. Saphorindem Prinzen Eugen anrieth, ihn durch Savoycn zu bewerkstelli-gen, und ein gewisser Braconier, der mit Projekten über diesenGegenstand umgieng, von dem englischen Gesandten an Herrnvon St. Saphorin, von diesem aber an den preußischen Gesand-ten, Graf Metternich, adressirt wurde. St. Saphorin hatte keinZutrauen zu diesem Mann, und schrieb über ihn an HerrnStanyan, englischen Gesandten in der Schweiz, der aber damalssich im Haag aufhielt: „Sie wissen, daß ich immer vermuthethabe, daß Braconier eine Art fahrender Ritter sei, daß die großeLeichtigkeit, die er in alle seine Projekte legte, inir nicht gefiel,und sein träumerischer Kamerad (Camerade Visionnaire) mirsehr verdächtig vorkam; daß das Einzige, was mir in seinenProjekten noch einigermaßen zusagte, war, daß sie nur etwasGeld kosten würden ." 2 ')

Wir müssen uns dabei erinnern, daß schon iin Jänner 1709die Friedenskommission in Bern beschlossen hatte, den Herrn vonSt. Saphorin unter dem Schein eines österreichischen Abgeordne-

! >) Kxc. Dd. V. S. 219.