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Zweiter Band.
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Wahrscheinliche Instruktion Berns für St. Saphorin. 45

Der König schrieb den 29. August an dü Lüc, daß er derNeuheit, die er ihm mittheile von der Instruktion für St. Sa-phorin, Glauben beimesse, obschon sie sehr grillenhaft aussehe;denn es sei wahrscheinlich, daß der Kanton Bern von einer sol-chen Idee sich geschmeichelt finde, und sein Benehmen gegen ihngebe Anlaß, es zu glauben.")

Wenn uns auch die Instruktion der Berner für den Herrnvon St. Saphorin nicht bekannt ist, so wissen wir doch aus sei-nen Briefen an den Fürsten von Salm vom 24. Heumonat 1708und an den Grafen von Sinzendorf vom 11. Herbstmonat, daßPern wünschte, ihn nach dem Haag zu schicken,' die Restitutionder Freigrafschaft und die Schleifung der Festung Hüningen zubewirken. Wir wissen ferner, daß England durch den Herrnvon Stanyan immer Bern aufmunterte, dieses durch die General-staaten begehren zu lassen, da England es nicht thun könne, weilman ihm ohnedem schon vorwerfe, durch zu harte Bedingungenden Frieden zu hintertreiben.")

Da aber Bern von Österreich die Erlaubniß haben mußte, denGeneral St. Saphorin schicken zu dürfen, und es damals schonwußte, daß Österreich mit seinen Truppen allein die Freigraf-schaft erobern wollte; da einmal der General dein SchultheißenWillading im August 1708-das Projekt von Braconier mit-theilte, so müssen wir glauben, Bern habe keine Absicht gehabt,dieses Land für sich zu begehren; denn auch der Entwurf derProklamation, welche Österreich in der Freigrafschaft bei dem

J’ajouterois plus de foi à l’avis qui vous a été donné de l’article<le l’Instruction du Sieur St. Saphorin qu’on prétend contenir un. projet pour le partage de la franche Comté, quelque visionairequ’il paroisse, c’est assés vraisemblable que le Canton de Bernesoit flatté d'une pareille idée et la conduite qu’il tient depuis longtems à mon egard donne lieu de le penser. Bd. 111. S. 6.

") Cic. V. S. 213.