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Zweiter Band.
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Lagsatzung in Succrn im Wintcrmonat 1710. 161

Mischung die guten Gesinnungen gestört habe, so daß Gefahrvorhanden sei, daß sie in eine unüberwindliche Entfernung über-gehen. Er glaube jedoch, man sei noch in Zeiten, Alles wiedergut zu machen; aber wenn man dieß wünsche, so müsse manschnell ein Mittel ergreifen u. s. f. 53 )

Nachdem der General St. Saphorin noch im August in dieSchweiz zurückgekehrt war, schrieb er den 20. Herbstmonat 1710von Bern aus wieder an den Grafen von Sinzendorf, daßzwar die Stimmung, nicht nachzugeben, immer noch die herr-schende sei; daß er aber hoffe, wenn der Abt von St. Gallenunterhandeln wollte, könnte man Bern doch zur Nachgiebigkeitstimmen. M )

Aus der zweiten Hälfte des Jahres 1710 mangeln uns dieBriefe des französischen Ambassadors, und es bleibt uns ausdieser Zeit nichts zu berichten, als über die Tagsatzung der ka-tholischen Orte in Lucern vom 26. bis 29. Wintermonat 1710.Zwar könnte dieselbe auch mit Stillschweigen Übergängen wer-den, da theils nichts beschlossen wurde, theils zu vermuthen ist,daß Manches vorgieng, was nicht in den Abschied aufgenommenwurde, wie dieses öfter in diesen Zeiten der Fall war, damitdas Geheimniß besser beobachtet werde. Indessen zeigt dieserAbschied doch die Gesinnungen der katholischen Stände.

Allervorderst ward Bericht gegeben, daß der Nuntius Carac-cioli endlich sich geneigt zeige, auf der nächsten katholischen Tag-satzung seine Antrittsaudienz zu begehren, welches ad referendumgenommen wurde, mit der Bemerkung, daß man nicht daranzweifle, man werde in diesem Fall das gewöhnliche Zeremoniellbeobachten. 5S )

“) Bd. IV. S. 250.

Exc, V. S. 224.

In der Helveiia VIII. S, 208 wird zwar berichtet, dieses sei an der

Tagsatzung, wovon wir Nachricht geben, geschehen, aber nach den Ab«