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Zweiter Band.
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Berichte der Berner Gesandten an ihre Obrigkeit. 3>2

sie geantwortet haben, daß sowohl Se. Erzellenz als auch dieHerren Vermittler wohl einsehen werden, daß das Geschäft nunin den Händen ihrer Obrigkeiten liege und nicht mehr in denihrigen, daher sie dieses Ansuchen ihnen mittheilen werden. DieBevollmächtigten haben nämlich weder wegen des Landesfriedensnoch wegen der Amnestie sich äußern wollen, weil man sonstnur ein Mehres begehrt hätte.

Kurz nachher habe der Ambassador durch seinen Sekretär laMartiniere wissen lassen, daß nun, insofern sie es billigen, diebeiden Gesandten von Lucern und Uri nach Hause verreisenwerden, worauf sie erwiedert haben, die Gesandten sollen thun,was sie für gut finden, sie haben sich schon bei ihnen verab-schiedet und dabei von ihnen vernommen, daß die zwei Städteihrerseits den Frieden treu halten werden und ihn so verstehen,daß die allseitigen Verbündeten auch darin begriffen seien. Dasbeigefügte Begehren, daß die zwei Stände Lucern und Uri neu-tral bleiben, haben deren Gesandte billig gefunden und ge-äußert, daß entweder sie selbst oder andere Gesandte baldwieder erscheinen werden, den Frieden völlig zu berichtigen.

Sowohl.der Ambassador als auch die uninteressirten Ortehaben den Wunsch geäußert, daß die Gesandten der zwei Städtein Aarau verbleiben, was sie selbst gesinnt seien, zu thun.

Damit man übrigens wisse, woran man sei, haben sie denHerrn Dachselhofer nach Fahrwangen geschickt, von woher erso eben den Bericht bringe, daß jenes bernische Dorf geplündertworden, in Lenzburg Alles in Schrecken sei, und die Armee ausden der Obrigkeit bekannten Ursachen in Wohlen stehen bleibe.Der Landvvgt habe je den dritten Mann und die Reiterei unterdie Waffen gerufen. 21 *)

Den 23. Heumonat erließ der Graf dü Lüc ein Schreiben

»») Bd. Vill. ©. 829.