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Zweiter Band.
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Buch II. Kapitel II.

aufzunehmen, ohne Nachtheil Jhro kaiserlichen Majestät und desReichs Rechten, mit Vorbehalt ihrer Ratifikation. Hieraus ant-worteten ihm die Gesandten beider Städte bei seinem Abschied,daß sie, sobald er annehmbare Friedensvorschläge mache, ihrer-seits ihre Neigung zum Frieden ihm auch zeigen werden.

Folgenden Tages, den 24-., übergaben die Gesandten der2 Städte den uninteressirten Deputirten zu Handen der StändeLucern und Uri eine Note, in welcher sie im Namen und ausBefehl ihrer hohen Obrigkeiten sie versicherten, daß sie, unge-achtet der Feindseligkeiten der drei Orte und des ihnen zuge-laufenen Lucerner Volks, den Frieden treu halten werden, insoferndiese beiden Stände ein Gleiches thun; zugleich erklärten sie,daß die neuen Vorkehrungen, die sie nun treffen müssen, keines-wegs zum Schaden von Lucern und Uri abgesehen seien, son-dern daß sie ihnen im Gegentheil helfen werden, ihre Bauernwieder gehorsam zu machen. Diese Note übersandten die De-putirten der unparteiischen Orte den nämlichen Tag unter Ein-schluß des französischen an den spanischen Gesandten nach Lucernan die Regierung. i15 )

Die Berner Gesandten begaben sich nun, in Folge der erhal-tenen Befehle, zu der Armee, und den 25. verreiste der Bür-germeister Escher nach Zürich.

Die Zürcher und Berner waren wohl unterrichtet von denUnordnungen in den demokratischen Kantonen und mußten sichauf einen Angriff gefaßt machen. Die bernischen Generalefaßten den Plan, die Sinserbrücke zu besetzen, welche den Wegnach Zug deckte, und Zürich, seine Grenzen gegen Zug undSchwyz zu decken. Jeder begehrte von dem Andern Hülfe; dieZürcher begehrten von den Bernern 3000 Mann Hülfstruppen,

->') Bd. iv. S. 380.

---) Bd. IV. S. 342. 380; Bd. X. S. 71. 72.