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Zweiter Band.
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Memorial von Zürich und Bern an die protestantischen Höfe- 391

Die Belagerung von Barcelona, welche man unternehmen will,erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Hofes. 3J )

Solche Nachrichten, in Verbindung mit andern, die Bern imGeheimen erhielt (s. das folgende Kapitel), und mit den Äuße-rungen, welche der Graf du Luc an der letzten Tagsatzung gegenZürich und Bern gethan hatte, mußten von letzten» Standeernster aufgenommen werden, als von Zürich. Bern ließ da-her nun ein Memorial verfertigen, folgenden wesentlichen In-halts: „Wegen der Streitigkeiten in Toggenburg haben Zürichund Bern einige Truppen aufstellen müssen, zugleich aber diekatholischen Kantone durch Abgeordnete versichern lassen, daßdabei keinerlei Absichten gegen sie obwalten; dessen ungeachtet"haben die 5 katholischen Orte die Stadt und Grafschaft Baden,Mellingen und Bremgarten militärisch besetzt, was dann denvorjährigen Krieg veranlaßt habe.

„Während des Kriegs sei ein Friede vermittelt worden, dervon zwei Ständen schon ratifizirt war, und Zürich und Bernhaben auch die Ratifikation der übrigen Stände erwartet. An-statt dessen aber seien sie treulos bei Sins überfallen worden;nach der bald darauf erfolgten Schlacht bei Villniergen sei durchdie unparteiischen Orte ein milder, neuer Friede unterhandeltund wirklich abgeschlossen und ratifizirt worden. Nun müsse manaber erfahren, daß man fremde Mächte, besonders Frankreich,durch falsche Vorspiegelungen und Klagen gegen Zürich undBern einzunehmen suche, und es werde öffentlich gesagt, manwerde die beiden Stände zur Restitution zwingen und selbigeaußer Vermögen setzen, in Zukunft etwas zu unternehmen.

„Obschon nun Zürich und Bern keinen Anlaß, sich über Frank-reich zu beklagen, im Gegentheil durch die Einschließung in denFrieden von Utrecht einen neuen Beweis seiner bundesmäßigen

”) Exc. Bd. v. 0. 191.