Band 
Zweiter Band.
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Buch II, Kapitel I».

wahrscheinlich, unterstützt durch den Geschäftsträger des Abtesvon St. Gallen, doch so viel aus, daß der Papst Klemens Xl.in einem sehr beweglichen Schreiben den König von Frankreichbat, daß er die Kantone Zürich und Bern anhalte, den katho-lischen Orten die eroberten Länder wieder zurückzustellen, undeben so dem Abte von St. Gallen die seinigen, ohne irgend eineBedingung. 3T )

In der Konferenz, welche alle katholischen Kantone, nebstWallis, vom 11. bis 22. Christmonat 1713 in Lucern hielten,wurde der Anfang zu dem Bundesgeschäst mit Frankreich ge-macht. Den 13. hielt der französische Ambassador eine Redevor derselben, in welcher er große Freude über ihren Eifer be-zeugt, geeignete Mittel aufzufinden, wodurch die erlittenen Un-glücksfälle erleichtert und eine Wiederholung derselben könnteverhütet werden. Sie werden begreifen, wie nothwendig dieBefestigung ihrer Einigkeit sei, wobei er sie der lebhaften Theil-nahme seines Königs versichert. Nachdem er dann die Marimenentwickelt hat, deren Befolgung ihren Voreltern so glänzendeErfolge verschafft haben, fügt er bei: dieses Alles sei jedoch nurdie Hälfte Dessen, was sie thun müssen; es sei außerdem noth-wendig, daß sie sich mit den Protestanten aussöhnen und ver-einigen. Dieses sei der Wunsch seines Königs, den er ihnenzu eröffnen habe. * 8 )

Der Abschied dieses Tages ist, wie gewöhnlich von Versamm-lungen, worin Geheimnisse behandelt wurden, sehr kurz. In-dessen belehrt er uns, daß alle Orte einander versprachen, dengoldenen Bund neuerdings zu beschwören, und daß unterdessenalle Gesandte getreue Beobachtung desselben zusicherten; jedochbehielt Solothurn den Revers vor, welchen ihm alle in diesem

Helvetische Bibliothek. Bd, VI. S. 194.") Beil. Nro. XL1X.