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Die Verbindung des Feldbaues mit dem Waldbau oder die Baumfeldwirthschaft / von Heinrich Cotta
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No. 5.

Baumblätter als Futter für das Vieh.

In Italien, besonders in der LandschaftPerugia, welche die Stadt Rom, mit demvorzüglichsten Rindfleische versorgt, verlaßt mansich fast einzig auf diese Fütterung (nehmlich vonBaumblattern,) weil das Heu dort sehr seltenist, und der Rübenbau äußerst schlecht betriebenwird. Um recht viel Blätter zu gewinnen, läßtman sogar die Wcinsiöcke, die man sonst, umbessere Trauben zu erhalten, niedrig zu haltenpflegt, an den Bäumen in die Höhe wachsen,und verliert lieber die Trauben. In der Lom-bardei pflanzt man Rüstern, in NeapelPappeln, um Blätter zu gewinnen."

Die Blätter der Eschen sammelt man sorgfäl-tig, den Ahorn schätzt man wegen seines ge-schwinden Wuchses, und wegen der Größe seinerBlätter, und auch die bittern Eichenbkätter sam-melt man, weil sie mit andern vermischt, begie-rig von dem Viehe gefressen werden."

Nun wird die Aufbewahrungsart für den Wintererzählt, und dann heißt es weiter:

Das Hornnvieh frißt sie mit unglaublicher Be-gierde , und die Schafe noch lieber."