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und anderer merkwuͤrdigen Perſonen aus dem Alterthume, ꝛc. 103
au, Virgerneiſerant im Jahr 663. nach der Erbauung Roms. Der andre L. Mar-i Philippus L. J. war nach Suetons und andrer Meinung, ein Stiefvater des Au-guſts, und bekleidete 608. Jahr nach der Erbauung der Stadt, das Buͤrgermeiſteramt.1 man weiter keine Kennzeichen hat, ſo laßt ſich auch nicht ſagen, welcher von den bey-ö Marciern hier vorgeſtellt werde. Es iſt aber glaublich, daß der gegenwaͤrtige Kopfn dem altern Marcius iſt, weil man zu den Zeiten des juͤngern die Baͤrte abzuſcheeren0 9 7 wie Marius, Sylla, Caͤſar, Cicero und andre gethan. Plinius meldet, Sci-ef Africanus habe das Haarſcheeren aufgebracht, und Auguſt habe ſich nachgehends75 andig der Meſſer bedient. Ein jeder ſieht leicht ein, daß dies Muthmaſſungen ſind,raus nichts zu ſchlieſſen iſt.
ö Titus Livius.Otu Wir ſehen hier den beruͤhmteſten unter allen röͤmiſchen Geſchichtſchreibern, den platte.1 en„deſſen roͤmiſche Geſchichte uns zum Theil uͤbrig geblieben, und verurſa⸗ 8Schi daß wir das verlohrne deſto mehr bedauern. Schon bey den Alten waren ſeine1 hriften, wegen des ſchoͤnen hiſtoriſchen Stils beruͤhmt. Quintilian, deſſen Urtheilerdings von groſſem Gewicht ſeyn muß, ſetzt ihn dem Herodot gleich, und empſie-5 er Jugend nicht nur das fleißige Leſen dieſer Geſchichte, ſondern auch Stuͤcke da-en auswendig zu lernen. Livius war zu Padua, einer noch heutiges Tages bekannten97 192 im venezianiſchen Gebiete geboren. Er ſtarb daſelbſt, und wurde auch da be-fanden Man zeigt noch die Stelle, wo man glaubt, daß ſein Grabmal vor Zeiten ge—
Euripides.ſeſ Euripides hat ſich durch ſeine treflichen Trauerſpiele verewigt, und in ſolches An⸗ Platte e.den zu ſetzen gewußt, daß man ihm zu Ehren Statuen verfertigte. Von einer derſel--5 die auf der Bruſt ſeinen Nahmen eingegraben hat, iſt gegenwartige Zeichnungdwommen; und einer andern gedenkt Urſinus. Die Athenienſer ſchickten ſeine Werke,m funf und ſiebenzig Trauerſpielen beſtunden, dem Koͤnige Ptolemaͤus in Egypten1 Geſchenke fuͤr die Bibliotheck in Alexandrien. Euripides nahm ein klaͤgliches Ende,At, er wurde von den Hunden des Archelaus, Koͤnigs in Macedonien zerriſſen. Dieanbenienſer wollten ſeine Gebeine gerne wegbringen; da ſie ſolche aber zu Pella laſſen mu-ten, errichteten ſie ihm auf dem Schauplatze ein herrliches Denkmal mit ſeiner Statue.
Tomus.n Eine Muͤnze.mis Dieſer Kopf iſt nach einer Muͤnze gezeichnet, welche die Einwohner der Stadt To⸗ vate.is ihrem Erbauer zu Ehren haben praͤgen laſſen. Auf der Seite des Bildniſſes lieſet“— arors. auf dem Reverſe ſteht Hercules ihr Schutzgott, mit den WortenHomerus.all Der Kopf dieſes beruͤhmten Heldendichters iſt nach einem alten Marmor, ſo wie lane e.e folgende auf der gegenwaͤrtigen und folgenden Platte gezeichnet. Wir beziehen unsuf das was ſchon oben bey der Platte F. von dieſem Dichter geſagt worden.
i Heraclitus.er z Ein beruͤhmter Weltweiſer des Alterthums, der ſich dadurch bekannt gemacht, daß platte n.uber alle menſchliche Handlungen im gemeinen Leben zu klagen und zu weinen pflegte.*
Hippocrates.War ein groſſer Arzt des Alterthums, der nicht nur bey ſeinen Lebzeiten in groſ- Platte f.
ſem Anſehen ſtunde, ſondern bis auf den heutigen Tag durch ſeine Schriften lebt 705 3.von