—]],
Geſetze der Academie. 143
natlichen Profeſſor unterzeichnet, mit dem academiſchen Siegel beſiegelt, und durchden Secretair ausgefertiget werdenz anbey ſollen auch derer, ſo in die Academieverlangen, ihre Kunſtſtuͤcke, ſo ſie eingereicht, erwaͤhnt und angezeigt werden,weßhalben ſie dieſer Ehre faͤhig geachtet worden. Wer zu der Zeit der Aufnahmeeines neuen Mitgliedes die oberſte Stelle bekleidet, ſoll ſich von demſelben den Eyd,alle Ordnungen dieſer Academie zu beobachten, in Beyſeyn der Academie„ab-ſtatten laſſen. Niemand ſoll als ein Glied der Academie gelten, der nicht mit ei-nem ſchriftlichen Zeugniſſe verſehen, welches man ihm alsdann zuzuſtellen verbun-den, wann er ſein Gemälde oder Bild, das bey der Academie verbleibet, uͤbergiebt.x. Zu rechter Austheilung und Einnahme, der von dem Koͤnige gewidmeten jaͤhrlichenSumme der vier tauſend Pfund, ſoll die Academie einen, den ſie hiezu vor tuͤch-tig erkennt, zum Schatzmeiſter ernennen, dem dann obliegen ſoll, die von koͤnigli-cher Gnade abſtammende Unkerhaltungsgelder, von dem koͤniglichen Bauamt zuerheben, und auf die von Seiner Majeſtät ſelbſtbeliebte und vorgeſchriebene Weiſeauszutheilen. Dieſem ſoll auch die Hauptaufſicht uͤber die Tafeln, Bilder und Ge-raͤthe der Academie anvertrauet ſeyn, wovon er alle Jahre im Beyſeyn derjenigen,welche die Academie dazu ernennet, Rede und Antwort zu geben verpflichtet iſt.er Schatzmeiſter kann alle drey Jahre nach Gutbefinden der Academie veraͤn-dert, oder dabey gelaſſen werden. Im Veraͤnderungsfall erhaͤlt der geweſeneSchatzmeiſter die Wuͤrde, Rang und Stelle eines academiſchen Raths.
»Die Academie ſoll zwey Pfoͤrtner oder Bediente halten, welche die Reinhaltung
er Zimmer, Gemälde, Bilder, Geraͤthe, Auf- und Zuſchlieſſung der Thuͤren,f und andere noͤthige Verrichtungen bey der Academie beſorgen. Sollte einerdieſer Bedienten auch ein Liebhaber beſagter Kuͤnſte ſeyn, ſo ſteht ibm frey, mit Er-laubniß der Academie, öffentlich dieſe Kuͤnſte auszuuͤben.
XI Damit allem Zwiſt und Eiferſucht wegen des Rangs und Vorſitzes in dieſer Aca-emie vorgebeuget werde, ſoll der Director in Abweſenheit des Protectors oderBiceprotectors die oberſte Ehrenſtelle bekleiden, auf ſeiner Rechten aber der Kanz-
ler, der vierteljaͤhrige Rector, die ubrigen Rectoren, Profeſſoren, Schatzmeiſter,Adjuncten, und alsdenn die academiſchen Glieder, nach der Ordnung wie ſie in dieAcademie aufgenommen, den Sitz nehmen. Auf der Linken des Directors ſollenPlatze fuͤr Standsperſonen und Liebhaber dieſer Kuͤnſte, ſo von der Academie ein-geladen werden, wie auch fuͤr die Raͤthe beſtimmt ſeyn.
al. Bey allen Verſammlungen und Berathſchlagungen, uber die, ſo ſich zur Auf-nahme in die Academie melden, ſoll niemand als dem Director, Kanzler, Rector,den Profeſſoren, Raͤthen und Adjuncten, uͤber das aber auch Standesperſonen, 75hrenmitgliedern vergoͤnnt ſeyn, muͤndlich ihre Meinung und Gutduͤnken 5 ent-decken. Dieſen Verſammlungen und Berathſchlagungen duͤrfen auch die uͤbrigenMaler und Bildhauer, ſo es ihnen beliebig iſt, beywohnen.
ANI 5.* mie verlangen, genugſam unter-
a die Kunſtſtüͤcke derjenigen, die in die Academie verlan i.
ſucht ſind, 1 4 5 Oberſtelle bey der Academie 1 den 350didaten wegen aller und jeder Theile der Kunſtſtücke befragen, welche Befrag bnvon den Candidaten gut und gruͤndlich beantwortet werden 1185 Wenn 5nun vor tüchtig erklärt, muß ſein Kunſtſtück, ſo er zur Beſichtigung 3.der Academie verbleiben, und soll ſolches auf keine Weiſe weggeſchafft werden.
(D 2 XXIV. Den
*