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und noch zwey und vierzig andern alten Kuͤnſtlern. 53

Medea malen welche ihm mit achtzig Talenten bezahlt wurden. Caͤſar ließ ſolche indem neuerbauten Tempel der Venus aufhaͤngen. Sonſt kennt man von dieſem Meiſtereinen Oreſtes, das Opfer der Iphigenia, und den Lecythion, wie er die Jugend imreiten unterrichtet. Zu Plinius Zeiten ſahe man von ihm ein paar griechiſche Redner,moon der eine ſtand und der andre ſaß. Am meiſten ruͤhmte man ſeinen Schild derunerva, wovon der Meduſen Kopf mit dem Schlangenhaar beſonders kuͤnſtlich aus-gefuhrt war. Er hinterließ eine nicht vollig ausgefuͤhrte Minerva. Die Kenner fandendarin ſo viel Kunſt, daß ſie dies Gemaͤlde, ſo wie des Apelles ſeine unausgemachtevenus, fuͤr des Meiſters beſtes Stuͤck hielten, und bedauerten, daß er die letzte Handdaran legen koͤnnen.

77. Elotas.

Elotas, aus Aetolien gebürtig, malte in dem Tempel der Juno zu Ardeadad erbielte wegen ſeiner daran bewieſenen Geſchicklichkeit, das Buͤrgerrecht inu Stadt; und nach ſeinem Tode wurde ihm ein Denkmal in dem Tempel er-

et.

Das 6. Kapitel.

Von dem Zuſtande der Malerkunſt unter den Roͤmern, undeinigen ihrer beſten Meiſter.

Wi haben bereits in der Einleitung zur Nachricht von den alten Kuͤnſtlern angefüuͤhrt,id, daß die Romer zu Anfang ihrer Republick zwar gleich einen Goͤtzendienſt,Bilder und Statuen hatten, daß ſolche aber ſehr elend gemacht waren. Die Bild-die crey und der Geſchmack an den ſchoͤnen Kuͤnſten fand ſich erſt bey ihnen ein, als ſie„ Schaͤtze Griechenlands und Aſiens erobert und in ihre Gewalt bekommen hatten.5 fiengen darauf an nach und nach die beſten Werke nach Rom zu bringen ö und8 in den Tempeln, theils in ihren Wohnungen aufzuſtellen. Sie zogen die da-al lebenden Künſtler nach Italien, hielten ſie in Ehren, und bezahlten ihnen ihredouſtwerke mit groſſen Summen Geldes. Dies Beyſpiel hätte billig die gebornen5 8 0 anreitzen ſollen, ſelbſt Hand anzulegen, und den Griechen nachzueifern; alleindie ſheint, als wäre die Natur ihnen nicht ſo günſtig geweſen, Wir finden, daßAltoerühmteſten Werke alle von den Handen der Griechen herruͤhrten, und wenn dieallem bon Künstlern reden, ſo nennen ſie selten Römer, oder beſchreiben ſie wenigſtensuns ech als mittelnaßige Künstler. Nur wenige Namen von roͤmiſchen Meiſtern ſindus erhalten worden, und auch dieſe haben ſich nie uͤber das mittelmaͤßige erhoben.

ollen die vornehmſten davon kuͤrzlich anfuͤhren.

78. Fabius Pictor.

Fabius Pictor iſt der a e Romer, der ſo viel man weiß die Kunſt getrieben,

and ſich dadurch in Ruf Nec 1125 Er war aus dem Geſchlechte der Fabier, welchesviele groſſe Männer und Helden zehlte. Man ruͤhmt ſeine Wiſſenſchaften undzeedſamkeit, vorzüglich aber ſeine Neigung zur Kunſt. Er malte den Tempeles Gluͤcks ohngefaͤhr vier hundert und 28 Jahr nach Erbauung der 2