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Siebender Band.
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Das 4. Kapitel.

Von Lucas Kranach, Virgilius Solis und verſchiednenalten deutſchen Kuͤnſtlern.

15. Hermann Fiſcher.Hamann Ficher war einer der fünf Sohne, von dem Nummer 13. bekannt ge-machten Peter Fiſcher, der im Gieſſen, Zeichnen und Bildniſſen nicht ungeſchicktgeweſen. Nach dem Tode ſeiner Frau unternahm er eine Reiſe nach Italien, aufſeine eigne Koſten, und brachte einen ſchoͤnen Vorrath von Zeichnungen und Modellender die dem alten Vater ſehr wohl gefielen, und den Bruͤdern zu guten Muſtern

9 n. Er kam in ſeinen beſten Jahren durch einen Schlitten auf eine unglücklichert um das Leben.

16. Peter Fiſcher. 5eter Fiſcher, ein Bruder des vorhergehenden, laß ungemein gerne die Geſchich-band ie Dichter, und machte Zeichnungen oder Modelle von dem was er geleſenfell Er war nicht weniger geſchickt als ſein Bruder Hermann, und muſte eben ſoabeddeitig aus der Welt, wie jener. Die andern drey Bruͤder waren auch fleißige,er nicht ſo geſchickte Leute, als die beyden jetztgedachten.

17. Veit Stoß.

10,„Veit Stoß, ein Bildhauer 1447. zu Cracau in Pohlen gebohren, legte ſich aufeule helle der Kunst, auf 15 Bildhauen, Kupferſtechen, und Malen. Ob er gleichGeſchter von 95. Jahren erreichte, ſo konnte er doch zuletzt aus Mangel desfen dots, welches er diele Jahre vorher verlohr, nichts mehr verrichten. Von ſei-Porellbeiten ſind viele nach Polen, und ein Adam und Eva in Lebensgroͤſſe nachim Cg! an den Konig gekommen. In Nuͤrnberg, machte er 1526. das KreuzFadens der Sebaldskirche, zu unſer Frauen den Altar im Chor, und zu unſerJu feine didern, den ſchoͤnen engliſchen Gruß, und 5 1 Er 755 11B oi 7 lebte auch ein Kuͤnſtlicher Bildhauer in Nuͤrnberg, den man

18. Peter Floͤtner.

inte„Peter Floͤtner war ein ſehr geſchickter Kuͤnſtler in kleinen Sachen, deren er vielehinterlg en 1 man Ae e ee Fleiß billig bewundern muß. Auf einem

uhhorn ſchnitte er 113. Geſichter von Manns und Weibsperſonen. Seine meiſtequ ſchhakligung war allerhand Hiſtorien für die Goldschmiede zum Treiben und GieſſenKe eiden. In der Perſpektiv und der Lehre von den Verhaͤltniſſen, beſaß er vielerſtalni„ ſo daß er vielleicht auch ein guter Meiſter im Groſſen geworden waͤre, wennſehremeldeter Veit Stoß laͤnger gelebt, und ihm Unterricht gegeben haͤtte. Er hatW. viele Bildniſſe in Speckſtein gemacht, davon ein Theil in des Erzherzogs Leopold

helm Kabinett gekommen iſt. Sein Tod faͤllt in das Jahr 1546.

19. Johann Teſchler.

nige. Johann Teſchler, ein Nuͤrnberger, der ſich meiſt auf das Bildhauen und BildeEimalen legte t ſeine n 0 Jahr und gieng nach Italien, um ſeinen8 chmack zu beſſern. Die Reiſe hatte den verhoften Einfluß auf ſeine Kunſt, weil

dadurch viel geschickter ward. Er ſtund bey dem Erzherzog Maximilian in*