9135
und ein und zwanzig andern Kuͤnſtlern.
La divine Pallas dans cette autre MerveilleDonndit à ce grand homme une force pareille,Rempliſſant ſa penſèe,& guidant ſon pinceau;Quand il fit naitre au jour un Ouvrage ſi beau.Cette Dèeſſe ainſi par un pouvoir ſuprèmeDans! Eſprit de Werner ſe produiſit ſoi- meme;Et ce ſage Ouvrier Pa fait naitre a ſon tour,
Et de ſon pinceau fècond, Ta reproduite au jour.
Von ſeiner Geſchicklichkeit in Oelfarben gibt eine Thetis mit vielen Liebes-Gittern umgeben einen Beweis. Im Jahr 169 5. ward er nach Berlin berufen, um
Vorſteher der neu errichteten Akademie zu werden: weil man ihm aber dabey viele
Verdruͤßlichkeiten in den Weg legte, zog er die Ruhe vor, und gieng in ſein Vater-and zuruͤck, wo er im Jahr 1710. ſein Leben beſchloß. Sein Sohn Chriſtoph Jo-eph Werner heyrathete die bekannte Miniaturmalerin Anna Maria Hayd, welche753. zu Dresden ſtarb: Sie gebahr einen Sohn, der mit dem Vater gleichen Nahmenführte, und um das Jahr 1740. als Hofmaler zu Dresden arbeitete.
267. David Kloͤckner.
David Kloͤckner wurde im Jahr 1629. zu Hamburg gebohren, und hegte vonJugend auf einen beſondern Trieb zum Zeichnen, konnte aber ſeiner Neigung nichtalgen, ſondern muſte ſich auf die Wiſfenſchaften legen. Er wohnte als ſchwedi-her Geſandſchafts-Sekretair der Friedensverſammlung zu Muͤnſter und Osnabruͤck. Alle muͤſſigen Stunden wandte er zum Zeichnen an, und ließ ſich in letztgedach-Fru Stadt von einem ſchlechten Maler einigen Unterricht geben. Nach geſchloſſenemſrieden nahm Klöckner ſich vor, die Feder zu verlaſſen, und ſich der Malerey gaͤnz-f zu wiedmen. Er gieng in dieſer Abſicht nach Holland, und hielte ſich eine gerau-eJeit bey einem Thiermaler Georg Jacobs auf, der eine gute Kenntniß von derunſt uͤberhaupt beſaß. Zu gleicher Zeit bemuͤhte er ſich um die Bekanntſchaft derndern Maler, und ſuchte aus ihren Werken ſo wohl, als aus dem Umgange mit ih-en ſo viel moglich Nuzen zu ziehen.
in Ein vornehmer Schwede, der den Kuͤnſtler in Holland beſucht hatte, redeteGegenwart der Koͤnigin Maria Eleonora, ſo vortheilhaft von ihm, daß ſie Befehlab, den Maler nach Stockholm kommen zu laſſen. Kloͤckner erſchien, und malte eini-fü Stücke zur hoͤchſten Zufriedenheit der Koͤnigin, blieb aber nicht lange da, ſondernrte ſeinen längſt gehegten Wunſch, Italien zu beſuchen, aus. Zwey Jahre ver-ichen in Venedig, und beynahe fuͤnfe in Rom, und wärend dieſer Zeit bemuͤhte er5 dort ein gutes Kolorit, und hier eine richtige Zeichnung anzunehmen. KoͤnigKarl Guſtav berief ihn darauf nach Schweden, und Kloͤckner nahm ſeinen Weg, uͤberFrankreich, England und die Niederlande, um aller Orten die merkwürdigſten Werke1 Kunſt in Augenſchein zu nehmen. Im Jahr 1661. langte er gluͤcklich zu Stock-m an, und wurde auf das gnaͤdigſte empfangen.
ſt Man ſahe wie ſehr ihn der Aufenthalt in Italien, und die Beſichtigung der be-90 Gemalde in andern Landern gebeſſert hatten. Seine vorige Arbeit konnte manut der jetzigen nicht vergleichen. Seine Manier war viel edler, angenehmer und kraͤf-ger geworden. Man fand die Gemaͤlde wohl angeordnet, die Figuren richtig ge-feichnet, und die Gewaͤnder nach der Natur gefaltet. Man ſahe daß er ſich die An-ken zum Muſter vorgeſezt hatte. Die Erfindungen zeigten viel poetiſches und alle-
doriſches: allenthalben verrieth ſich eine gruͤndliche Kenntniß der Alterthuͤmer, und
n Coſtums. Das Kolorit war gefällig/ das Fleisch naturlich. In den wohlgeſtell—I. Sauptth. VII. Band. Y ten
PlatteM. M.