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Siebender Band.
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388 Kap. 25. Von ein und vierzig teutſchenKoͤnigs Carls II. von England. Die Haare des Pferdes waren ungemein ſauber alsgearbeitet, und weich anzufühlen. Man ſahe die Adern des Pferdes, und Sattel undZeug waren vollkommen nach der Natur. 5Das 25. Kapitel.Von ein und vierzig teutſchen und niederlaͤndiſchenKupferſtechern.I. Tornelius Cort.Cena Cort war im Jahr 1536. zu Hornes in Holland gebohren, legte ſich witW glücklichem Erfolg auf die Kupferſtecherkunſt. Er gehort unter die ſchätzbarnalten Meiſter, welche richtig gezeichnet, und mit einer feſten Hand gearbeitet haben.Cort gieng, um ſich nach den ſchoͤnſten Muſtern in Rom zu üben, fruͤhzeitig nach Ita-lien, ließ ich in Rom nieder, und brachte seine ganze Lebenszeit daſelbſt zu. Wit ha-ben ihm eine Menge der merkwürdigſten Gemäaͤlde zu danken, die er nach RapganTizian, und denen andern groſſen Kuͤnſtlern damaliger Zeit geſtochen. Cort ſtarb i!Jahr 1578. zu Rom in dem beſten Alter.2. Theodor Kooknhert.Theodor Koornhert, oder wie Sandrart ihn ſchreibt, Cornhardt, war aus Amſter-dam gebuͤrtig, und ein bekannter Kupferſtecher, wie ſeine vielen nach Martin Hems-kerken„und andern alten niederlaͤndiſchen Meiſtern verfertigte Blaͤtter ausweiſen,Er ſtund auch im Ruf eines guten Dichters; Koornhert beſchloß ſein Leben zu TekGouda 1590. im 78. Jahre.3. Johann Sadelek.

Die Familie der Sadeler hat ſich um die Kupferſtecherkunſt recht verdient gesmacht. Verſchiedene derſelben behaupten einen wichtigen Platz unter den Meiſtebin dieſer Kunſt. Johann Sadeler, das Haupt des Geſchlechts, und auch desLehrmeiſter der folgenden, war im Jahr 1550. zu Bruͤſſel gebohren. Er trieberſtlich die Profeſſion eines Buͤchſenſchaͤfters, übte ſich bey dieſer Gelegenheit im Zeich,nen, und allerley Figuren, theils in Stahl zu ſtechen, theils nach damaligem Gebranauf das Helfenbein, womit die Schaͤfte der Musketen ausgelegt wurden, allerlhZierathen, Hiſtorien, Jagden, Schlachten, und dergleichen, einzugraben, woe 95eingegrabne Arbeit nachgehends mit ſchwarzem Harz ausgefuͤllt wurde. Obgleich wegen ſeiner hurtigen Manier viel Geld mit dieſer Arbeit verdiente, fgefiel ihm das Kupferſtechen doch beſſer, er legte ſich mit groͤßtem Fleiſſe daraug,und nachdem er es eine zeitlang getrieben, bewunderte jedermann ſeine G che,lichkeit. Er arbeitete geſchwind und leicht, daher er ſo viel Platten zu Gabringen konnte. Martin de Vos war ihm mit Zeichnungen behuͤlflich, und verfe.tigte eine Folge von bibliſchen Hiſtorien, welche von unſerm Kuͤnſtler aufs ſauberſtin Kupfer gebracht wurden.

Sadeler trieb ſeine Kunſt mit unaufhörlichem Eifer. Wo er gieng oder enhatte er ſeinen Griffel in der Hand. Auf der Reiſe von Antwerpen nach Coͤlln 255er in jeder Herberge ſeine Platte heraus, und ſetzte ſich damit in einen Winkel, 1Colln machte er viel nach des Criſpin von Pas Erfindungen. Von da gieng er zu e709fe nach Frankfurt, und machte den Anfang mit dem Bildniſſe des Büchhändlers 1mund Feyerabend, darauf folgten viele biblische Hiſtorien, Landschaften, und oogin denen er durchgängig eine geſchickte Hand, und viel Verſtand zeigte. Dies beden Herzog Albert von Bayern ihn in ſeine Dienſte zu nehmen. Wahrend 1 0