V. Feldzug in Italien.
ö<)er Graf Artois mit einer Prinzessin von Sardinienvermählt, hatte sich nebst dem Prinzen Condö gleich nachihrer Auswanderung nach Turin begeben, und die Emi-granten fanden überhaupt in den Staaten des Königsvon Sardinien Aufnahme und Schutz. Dieser Monarchkonnte die französische Revolution nur mit ungünstigemAuge betrachten, was von den Factionshäuptern inFrankreich durch feindselige Gesinnung erwiedert ward,auch nachdem die Prinzen mit dem größten Theile derEmigranten nach Coblenz abgegangen waren. Die di-plomatischen Verhältnisse beider Staaten waren daherohne offenbaren Bruch, doch fast ganz aufgelöst, als Du-mouriez im Monat März 1792 das Ministerium derauswärtigen Angelegenheiten erhielt, und zur Beaufsich-tigung der Maßregeln des sardinischen Cabinets denbisherigen Gesandten in Genua, Semonville, einen intri-guanten und der Revolution ganz ergebenen Mann, zumBotschafter in Turin ernannte. Der dortige Hof mitder Wahl unzufrieden, ließ Semonville in Alessandria