Band 
Erster Theil.
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Die Festung Mainz, unmittelbar am linken Rhein«ufer in einem Halbkreise gelegen, dessen größter Durch«Messer von Süd nach Norden dreitausend Schritt be-tragt, hatte eine doppelte Enceinte. Die innere bestandaus einem bastionirten Hauptwall mit davor gelegenenRavelinen, und säst durchgängig revetirt; unmittelbar hin-ter der südlichen Fronte lag die Citadelle, ein Viereck, wel-ches mit zwei Bastionen in die Hauptumwallung eingriff;die Graben waren vor der nördlichen Fronte naß, undhatten überall gemauerte Contreescarpen. Die äußereEnceinte wurde durch eine/Kette vorgeschobener Werkegebildet. Vor der südlichen Front befand sich: die Karls-Wclsche- Elisabeth- und Philipps-Schanze, von welchendie erste und letzte ganz revetirt, die zweite und dritte,so wie die Linien, die alle verbanden, mit halber Mauer-bekleidung versehen waren. Etwa tausend Schritt vordiesen Werken hart am Rheins liegt das Dorf Weis-senau, welches von den Franzosen mit einigen Verschan-zungen versehen und stark besetzt war; eben so hatten sieauf andern Punkten dieser Front noch einige Feldschan-zen vorgeschoben. Der nähern Beschreibung der äußernEnceinte vor der westlichen Front können wir uns ent-heben, da sie bei dieser Belagerung nicht in Betracht ge-kommen ist. Vor der nördlichen Front fand sich eineEnveloppe mit Batterien in den ausspringenden Winkelnund einem fünfundzwanzig Schritt breiten gemauertenWassergraben; die Stärke dieser Linie ward vermehrtdurch die Seitenvertheidigung, welche rechts die vom