Band 
Erster Theil.
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Nach der Eroberung von Mainz trat der Augenblickein, wo ein wegen der weitem Operationen der Verbün-deten zu fassender Entschluß, über den Erfolg dieses Feld-zugs, vielleicht des ganzen Kriegs entscheiden mußte.Außer allem Zweifel ist, daß' der König von Preußeneine kräftige Offensive gegen die Saar, und die Belage-rung von Saarlouis beabsichtigte * *); es war aber dazudas Einverstandniß des wiener Hofes nöthig, und nochimmer wurde dessen Erklärung vergeblich erwartet. Umindeß die Zeit so gut als möglich zu nutzen, sollte dieArmee in eine Stellung gebracht werden, welche eben sodie deutschen Provinzen gegen Einfälle des Feindes sichere,als die Ausführung jenes Planes einleite.

Zu diesem Ende marschirte Graf Kalkreuth mit denihm untergebenen elf Bataillonen, zehn Escadrons, aus

noch 45,000, die Mosel-Armee noch 20,000 Mann, ohne die10 —12,000 Mann starke Division im Lager von Hornbach.Gegen die Österreicher bei Arlon, von denen man eine Unter-nehmung auf Longwy fürchtete, wurde eine Abtheilung von6—7000 Mann bei Hettange aufgestellt Moiüte-ur x. 911),welche zwar für den Augenblick nichts leistete, aber später einegute Verstärkung der Mosel-Armee lieferte.

*) Es wurden bereits Anstalten zu einer neuen Belagerung gc.macht, und unter dem 2ten August beorderte der König dasCorps des General von Knobelsdorf aus den Niederlanden zurArmee. Bon Grawert, Beschreibung der Schlacht vonPirmasenz, S. 66. Graf Dohna, Feldzug der Preußenin den Niederlande», III. Lh. S. 191. verglichen mit S. 253.