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wiß schmählicher als alle vorhergegangenen. Magde-burg in seinem damaligen Zustande, als Festung viel-leicht überschätzt, aber durchaus nur durch regelmäßigen,mindestens vierwöchentlichen Angriff zu überwältigen,und mit vier und zwanzigtausend Mann besetzt, welcheArtillerie und Munition im Ueberfluß, Lebensmittel aufeinige Monate hatten, wurde nach dem Abmärsche desCorps von Soult allein durch die Truppen unter Mar-schall Ney eingeschlossen, deren Kopfzahl schwerlich dieder Garnison überstieg. Ohne alle Mittel zu einerBelagerung, konnte sich der französische Anführer nureinige Mortiere verschaffen, aus denen der Platz inder Nacht zum 5ten November mit geringem Erfolgebeworfen ward; dennoch übergab ihn der Gouverneurin Gemäßheit einer am 8ten unterzeichneten Capitula-tion, welche die Besatzung der Kriegsgefangenschaftüberlieferte. Gewöhnlich vermag der große Haufe einsolches Ercigniß nur durch Verrath oder Bestechungzu erklären, eine Ansicht, die oft wiederholt, endlich auchbei den Gebildeten Eingang findet; es dürfte daherPflicht des Geschichtschreibers seyn, die auf sehr trifti-gen Gründen beruhende Ueberzeugung auszufprechen,daß nicht einer der unerhörten Unfälle, die er zu be-richten hat, durch jene niedrigen Motive herbeigeführtwurde, sondern alle auf Abspannung, Charakterschwächeoder falscher Beurtheilung der Verhältniße berührten.Im vorliegenden Falle ist es unzweifelhaft, daß Gene-ral v. Kleist — durch frühere Kriegsthaten rühmlich