189
Das abermalige Verlassen der kürzesten Linie,durch den Marsch nach Fürstenberg, sieht mit dem vo-rigen Punkte in unmittelbarer Verbindung, indem die
unsere Truppen, ich fürchte sie mehr als den Fcind.^Daes den Truppen an Allem fehlt, so bleibt mir nichts übrig,als sie so viel möglich alle 24, Stunden einige Stundenunter Dach und Fach zu bringen, wo sie wenigstens einigeNahrung erhalten können. Ich habe, um die Gefahr beider Entfernung der Truppen in diesen Quartieren zu ver-mindern, das Corps in Divisionen, von der jede aus allenWaffen besteht, getheilt, damit jeder Haufe in jedem Ter-rain gegen den nicht zu sehr überlegenen Feind bis zur all-gemeinen Versammlung agiren kann. Ew. Durchlauchtersuche ich, mein Corps lieber zu exponiren, als es durchallzu formte Marsche, und den damit verbundenen Mangelan Kräften und Lebensunterhalt in einen Zustand zu brin-gen, in dem es gar nicht mehr fechten kann. Mein Ge-danke ist, dem Feinde 3- bis SOOPfcrdc entgegen zu stellen,und ihn damit zu beobachten, oder wenn er nicht überlegenist, zurück zu halten.
Gantzcr, den 26sten October 1806.
halb 11 Uhr. v. Blücher."
Ob in diesem Schreiben die Rücksichten beobachtetoder vernachlässigt seyen, welche der Untergebene seinemVorgesetzten schuldig ist, mag auf sich beruhen, da dieserPunkt keinen Einfluß auf die Capitulation vor Prcnzlauhaben konnte; es kommt vielmcbr lediglich auf die Beant-wortung der Frage an: ob General v. Blücher am 26stcnbei Fürstenberg, oder am 27sten bei Boizenburg sich mitder Infanterie-Colonnc zu vereinigen vermochte. Die Be-fehle zur Vereinigung des CorpS (denn Laß man unter denobwaltenden Verhältnißen concentrirt marschircn mußte,ergiebt sich von selbst) konnte» gegen eilf Uhr abgehen, dieanderthalb Meilen rückwärts von Ganzer liegenden Abthei-lungen daher nicht füglich vor drei Uhr Nachmittags dorteintreffen; Fürstenberg ist auf dem geraden Wege (überDierberg und Menz) sieben Meilen von jenem Orte ent-