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zu nehmen seyn werde; hierauf gründete sich der Plan,was in Glatz von Truppen entbehrt werden könne,durch Gewaltmärsche dahin zu senden, und wenn derStreich gelungen, am rechten Ufer zum Entsatz vonKofel ziehen zu lassen, wobei die dort vorhandene großeAnzahl entkommener Kriegsgefangenen zum Dienst ein-gezogen, und wo möglich ein allgemeiner Aufstand ent-zündet werden sollte. Das Aufheben der Belagerungvon Neisse konnte als unmittelbare Folge, Bewahrendes Geheimnißes und große Schnelligkeit als Bedin-gung des Gelingens gelten.
Aber ein eigenthümlicher Unstern schien über demUnternehmen zu walten, wozu dem Major v. Losthin1360 Mann Infanterie 240 Reuter mit zwei drei-pfündigen Kanonen anvertraut wurden. Es war an-genommen, daß der Aufbruch von Silberberg den lOte»Mai Abends stattfinde, aus unbekannten Gründen er-folgte dieß jedoch erst mit dem nächsten Morgen, undw. als man das Nachtquartier Wüst Giersdorf erreichte,rückte ein feindliches Detaschement in dem nahen Wüstö. Waltersdorf ein, wodurch nicht allein die Bewegungverrathen, sondern auch unmöglich gemacht ward zumschnellern Fortschaffen des Fußvolks Wagen aus derUnigegendzusammen zubringen; so geschah es, daß diepreussische Abtheilung in dem Augenblicke, wo sie nachdem Entwürfe bereits im Besitz von Breslau seynsollte — am Morgen des 14ten — nicht weiter alsö. bis Kant gekommen war. Dagegen eilte General Le-