Band 
Achter Theil.
Seite
147
JPEG-Download
 

147

ßenbrunn, so daß die Masse vorzugsweise den Punkttraf, wo die Grenadiere mit Kollowraths Truppen zu--sammen stießen. Beide zeigten sich eines solchen Au-genblickes würdig. Mag immerhin das Zurücknehmendes rechten Flügels der ersteren, welches in der öster-reichischen Relation als vorbedachte taktische Maßregelbezeichnet wird, eine leicht begreifliche Nothwendigkeitvor dem gewaltigen Andränge gewesen seyn, mögen diefranzösischen Berichte mit den glänzendsten Phrasen dasunwiderstehliche Vorrücken Macdonalds*), und die Ver-wirrung bei den Gegnern schildern; — die Thatsachesteht fest, daß er bald unter ungeheurem Verluste hal-ten, und sich gegen Anfalle auf seine Flanken verthei-digen mußte. Eben so unterliegt es keinem Zweifel,daß die etwas zurückgebliebene Cavalerie herbei geholtward, um zu bewirken, was dem Fußvolke nicht ge-lang, daß aber ihre Attaquen ebenfalls keinen Erfolghatten. Schon dieser Umstand reicht hin, den Charak-ter des Gefechts anschaulich zu machen, noch mehr ge-schieht es, wenn wir Napoleon die ganze Infanterieder jungen Garde zur Unterstützung vorsenden sehen.Etwas früher hatte die Division Wrede Befehl erhal-ten, in die Schlachtlinie zu rücken, wo sie an die StelleMacdonalds trat, dessen sehr geschmolzene Abtheilun-

') Das Bulletin besagt, die Oestereeicher seyen im Nu eineLieuc weit zurück geworfen worden; General Pelct ist bil-liger, nnd mit einer halben zufrieden.