Band 
Achter Theil.
Seite
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Forderung, daß die ganze Colonne kriegsgefangen dieWaffen ablege. Nachdem der französische Anführervergeblich bessere Bedingungen zu erhalten gesucht, er-gab er sich in sein Geschick, als beim Abbrechen derUnterhandlungen das sogleich beginnende Feuer derTyrolcr, welche indessen von allen Seiten näher gekom-men waren, binnen wenigen Augenblicken gegen hun-dert Mann niederstreckte. — So hatten diese einfachenNatursöhne, ohne fremde Hälfe, und beinahe ohne obereLeitung, im Laufe dreier Tage den größten Theil ihresVaterlandes befreit, und sechstausend Gefangene mitvier Adlern oder Fahnen, und sieben Geschützen, alsSiegeszeichen einem Feinde abgerungen, welcher nach-gerade den Ruf der Unäberwindlichkeit ansprach. Glei-cher Schimpf war Napoleons Heeren noch niemalswiderfahren, denn bei dem bedeutenderen Unfälle vonBaylen mochte wenigstens der Umstand einigermaßentrösten, daß Dupont einer zahlreichen geregelten Armeeerlag, hier aber überlieferte eine französische Abtheilungihre Adler an bewaffnete Bauern. Verborgen konntedas widrige Ereigniß nicht bleiben, so mußte es, umdie Aufmerksamkeit des großen Haufens etwas abzu-lenken, entstellt werden, und als man ein vorthcilhaf-tes Gefecht aus Tyrol zu berichten hatte, verkündetedas eilfte Bälletin beiläufig: einige tausend Baiern nebstetwa hundert Franzosen seyen unter den Augen desGeneral Chasteler erwürgt, und die Mörder sogar vonihm angereizt worden. Seiner etwas früher ausge-