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ein kühner Tyroler im letzten Augenblicke das Tau des-selben zerhieb, so daß die Strömung es fortriß; Mal,i M. n. Trie. der indeß die Gegner bei Lavis beschäftigt hatte, gabbei der Nachricht von dem Ereigniße, das ganze Un-ternehmen auf, kehrte nach Trient zurück, und wurdeeinige Tage spater vom Vicekönige von Italien ange-wiesen, sich vorläufig mit der Behauptung dieses Punk-tes zu begnügen*).
Napoleon nämlich, dessen ganze Aufmerksamkeitbisher die Rüstungen für den möglichen Wiederbeginnder Feindseligkeiten in Anspruch genommen, sahe kaumam 14ten Oktober den Friedens-Tractat unterzeichnet,als er Maßregeln anordnete, den Kampf in Tyrol zubeendigen. Eine Streitmasse von fünfzig tausend Mann,zusammengesetzt aus dem baierschen Corps, drei Divi-sionen der italiänischen Armee, welche damals inKärn-then oder im Marsche dahin waren, und den Abthei-lungen der Generale Peyri und Mal, sollte gleichzei-tig gegen Innsbruck, Brixen und Botzen dringen; ausder Wahl ihres Oberbefehlshabers, des Mcekönigs vonItalien, und der ihm ertheilten Jnstruction scheint her-vorzugehen, daß der Kaiser in richtiger Mischung vonErnst und Milde ein sichreres Mittel zur Unterwerfungdes Landes erkannt hatte, als in dem bisher befolgtenbrutalen Systeme des Sengens und Brennens.
*) <Ic Van kln nc n u I>t Iltsdoire 1. It. 13—18. 0 . Bdl-
dcrndvrf und Waradein Kriegsgeschichte von Baiern,Band >t S. 358—36t,.