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Leider fehlt es über die Ansichten, welche in die-ser Periode bei den Häuptern der Tyroler vorwalteten,und die darauf gegründeten Maßregeln, so sehr angenauen und zuverlässigen Nachrichten *), daß das Nach-folgende nicht eine Geschichte des merkwürdigen Kam-pfes, sondern nur eine Darstellung der Ereigniße beiden Truppen Napoleons und seinen Verbündeten seynkann. Am angemessensten erscheint daher, gleich hierim Zusammenhange das Wenige mitzutheilen, wasuns von jenen Verhältnißen bekannt ist, um nicht spa-ter die Erzählung durch Angabe der Lücken unterbre-chen zu müßen. Die Passe an der Grenze von Baiernwaren verschanzt und besetzt, gegen Salzburg standSpeckbacher in der Gegend von Unken, Haspinger amLuegpasse, im Pusterthale commandirte jetzt Steger, imsüdlichen Tyrol Eisenstecken. Wie hoch sich die Streit-kräfte auf jedem dieser Punkte belaufen, ist nicht zuermitteln; als allgemeinen Kriegszweck darf man dieBehauptung des Landes bis zum Wiederausbruch der
*) Die Schrift: Geschichte Andreas HoferS, niemalsganz zuverlässig, ist es am wenigsten für den Zeitabschnittseit dem Abmärsche der Oesterreicher, und enthält beinahenichts, als was in dem früher erschienenen: Krieg derTyroler Landleute von Bartholdy stehet, und kei-neswegeS ausreichende Notizen liefert. Die sehr zuverläs-sige Geschichtliche Skizze der KriegSereigniße inTyrol, im Jahre 1809, welche die Oestr. Milit.Zcitschr.lieferte, bricht leider mit der Räumung des Landes durchdie Lsterrcichischen Truppen ab, und die versprochene Fort-setzung ist in zwei Jahren noch nicht erschienen.