320
litairischen Mißgriffen, sondern guten Theiles auch inpolitischen Zwecken und Rücksichten suchen, deren Ent-hüllung noch nicht erfolgt, und von der Zukunft schwer-lich zu erwarten ist; überhaupt ruht auf diesem Feld-zuge ein Schleier, welcher kaum die Thatsachen noth-dürftig zu ermitteln gestattet, ohne ihren inneren Zu-sammenhang erkennen zu lassen, so daß von eigentlichgeschichtlicher Darstellung nicht die Rede seyn kann.Indem der Vers. der Vollständigkeit halber, dennochversucht, eine Uebersicht der Begebenheiten zu liefern,bescheidet er sich gern, daß seine mühselige Arbeit höch-stens den Namen einer dürftigen Skizze verdiene.
Ausschließlich der nach Spanien gezogenen Abthei-lungen, betrugen damals die Streitkräfte des Herzog-thums Warschau etwa vier und zwanzigtausend Manngrößtentheils neuer Soldaten; davon standen dreitau-send bei Posen, über viertausend zu Danzig und Thorn,so daß nach Abzug einiger geringeren Detachements,und der in Praga, Sierock, Modlin nothwendigen Be-satzungen, ungefähr dreizehnkausend Schlagfähige zurunmittelbaren Verwendung gegen den Feind übrig blie-ben. Entschlossen zuvörderst das Glück der Waffenselbst unter den ungünstigsten Verhältnißen zu versu-chen, führte sie Fürst Poniatowski am löten April zuriz M. s. w. Deckung der Hauptstadt in eine Stellung bei Raszyn,Marsch, wohin seiner Aufforderung gemäs, auch General Dy-herrn mit fünfzehnhundert Mann (2^ Bat. 2 Esc.)sächsischer Truppen rückte, obwohl er eben Befehl er-halten