III
4 M. NMo.
Jedenfalls wußte der Kaiser jetzt mit voller Ge-wißheit, daß er sich zwischen den einzelnen CorpF derSchlesischen Armee befinde, und nichts war einfachem,als das nächste derselben aufzusuchen. Macdonalderhielt Befehl zum sofortigen Vorrücken, Grouchymußte noch während der Nacht mit einiger Garde-Reuterei und einer Brigade Ricards nach Montmi-rail aufbrechen; die Division Lagrange nebst der Ca-valerie von Doumerc, Bordesoult, Piquet blieben un-ter Marschall Marmont bei Etoges, um die östlichdieses Ortes stehenden Gegner zu beobachten. Alleübrigen Lruppen zogen am Uten vor grauendem Tagenach Montmirail, wohin auch die Abtheilungen vonMichel und Colbert beordert wurden*).
General v. Sacken hatte geglaubt, am lOten nach- w. la Fertö sous Jouarre vorgehen zu können, da ihmdie feindlichen Streitkräfte bei Sezanne unerheblichschienen, und war noch gleicher Meinung, als Abendsder Befehl zum Marsche nach Vertus einlief. Erkehrte sofort um, entschlossen, sich nöthigen Falles denWeg gewaltsam zu öffnen, und überzeugt, daß seine
*) Nach französischen Berichten. Indeß ist gewiß, daß Mont-mirail schon am Abende des loten durch französische In-fanterie besetzt war, denn zu dieser Zeit fand der MajorGr. Brandenburg, welcher mit Aufträgen Dorks in dasHauptquartier der Schlesischen Armee ging, diesseit des Or-tes eine Feldwache, wurde mit Gewehrfeuer empfangen undmußte links nach Orbais auSbcugen.